Ente am Ende
Kanzlernamen: Eine phonologische Analyse
Mittwoch, 30. September 2026, 13:10

Ist es nicht komisch, dass die Nachnamen der bisherigen Kanzler(innen) der BRD gewisse lautliche Gemeinsamkeiten aufweisen (welche ich hier oben mit verschiedenen Schriftfarben versucht habe zu verdeutlichen)...?

So ließe sich z.B. folgende phonologische Regel aufstellen:
Der Nachname eines deutschen Kanzlers (bzw. einer Kanzlerin) endet entweder mit stimmlosem Zahnverschlusslaut /-t/ ("-d" bzw. "-dt") oder dessen Affrikate /-ts/ ("-z") oder aber auf einen Liquid (/-r/ oder /-l/).

Weiterhin fällt auf:
Er beginnt öfter mit dem Reibelaut /ʃ-/ ("Sch-"; vgl. auch die gescheiterten Kanzlerkandidaten Schumacher (SPD, 1949), Strauß (CSU, 1980), Scharping (SPD, 1994), Stoiber (CSU, 2002), Steinmeier (SPD, 2009), Steinbrück (SPD, 2013), Schulz (SPD, 2017); vgl. "Scheiße").

Und:
Während sich die Namen der ersten Kandidaten noch mehrsilbig (1.: vier; 3.: drei) und langvokalig (1., 2., 3., 6. & 7.) präsentierten, sind später ein- oder zweisilbige Namen mit kurzem Vokal üblich geworden.

Besonders lustig finde ich übrigens, dass der Name "MERZ" sich als Kombination seiner Vorgänger:innen "MER(KEL)" und "(SCHOL)Z" darstellen lässt...

senf dazu


 schon 126 x druppjeklickt

➥ Zur Petition Weiterentwicklung: Demokratie
➥ Das Prinzip Permanentes Plebiszit

We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski