Ente am Ende
Donnerstag, 16. Juli 2026
Legal - illegal - scheißegal
Donnerstag, 16. Juli 2026, 22:29

Was kümmern mich denn die Gesetze, die wir für die Untertanen (den gemeinen Pöbel) erlassen haben...?

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Das Leben ein Comic
Donnerstag, 16. Juli 2026, 10:34

Über mein erstes Tote-Hosen-Konzert im Frühling 1983 hatte ich hier ja bereits vor vielen Jahren berichtet; jetzt habe ich aus einer Laune heraus ChatGPT damit beauftragt, das dazugehörige Foto zu einem farbigen Cartoon zu verarbeiten.
Zum Vergleich hier auch nochmal das Original (geschossen vom leider schon verstorbenen Richard "ar/gee" Gleim) - zur Erinnerung: Der Jungspund ganz links bin bzw. war ich...

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Dienstag, 7. Juli 2026
Nochmal WM 2026
Dienstag, 7. Juli 2026, 09:16

Besser spät als nie: Der bezaubernde Song Dai Dai der unvergleichlichen Shakira 💗💗💗

Kaum zu glauben, dass sie auch schon 49 Lenze zählt - und dass es ein Vierteljahrhundert her sein muss, dass ich mich in sie (Whenever, Wherever) verliebt habe...

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Montag, 6. Juli 2026
Die möglichen Gefahren der Künstlichen Intelligenz
Montag, 6. Juli 2026, 17:52

Wer könnte die Gefahren von KI besser beurteilen als die KI selbst...? Also habe ich ChatGPT beauftragt: "Schreibe einen Essay über die möglichen Gefahren von KI." Hier ist das Ergebnis:

Einleitung

Künstliche Intelligenz (KI) gehört zu den bedeutendsten technologischen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Sie unterstützt bereits heute Menschen in Bereichen wie Medizin, Wissenschaft, Industrie, Bildung und Kommunikation. Gleichzeitig wirft ihre rasante Entwicklung zahlreiche ethische, gesellschaftliche und politische Fragen auf. Während KI große Chancen bietet, warnen Wissenschaftler, Politiker und Technologieunternehmen auch vor möglichen Risiken. Die Herausforderung besteht darin, den Nutzen der Technologie zu fördern, ohne ihre Gefahren zu unterschätzen.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Risiken

Eine der größten Sorgen betrifft den Arbeitsmarkt. Immer leistungsfähigere KI-Systeme können Aufgaben übernehmen, die bisher von Menschen erledigt wurden. Besonders betroffen sind Tätigkeiten in der Verwaltung, im Kundenservice, in der Produktion oder sogar in kreativen Berufen. Zwar entstehen durch neue Technologien häufig auch neue Arbeitsplätze, doch der Übergang könnte für viele Beschäftigte schwierig sein und soziale Ungleichheiten verschärfen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass wirtschaftliche Macht zunehmend bei wenigen großen Technologieunternehmen konzentriert wird. Wer über die leistungsfähigsten KI-Systeme und die größten Datenmengen verfügt, könnte erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft gewinnen.

Desinformation und Manipulation

KI ermöglicht die Erstellung äußerst realistischer Texte, Bilder, Videos und Stimmen. Dadurch können sogenannte Deepfakes entstehen, die kaum noch von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind. Solche Technologien können für Betrug, Rufschädigung oder politische Manipulation missbraucht werden.

Auch soziale Netzwerke könnten durch KI-generierte Inhalte mit Falschinformationen überschwemmt werden. Wenn Menschen nicht mehr sicher erkennen können, welche Informationen authentisch sind, leidet das Vertrauen in Medien, Wissenschaft und demokratische Institutionen.

Datenschutz und Überwachung

Moderne KI benötigt häufig große Mengen an Daten. Werden personenbezogene Informationen ohne ausreichenden Schutz verarbeitet, kann dies die Privatsphäre erheblich beeinträchtigen. Besonders problematisch wird dies, wenn Staaten oder Unternehmen KI zur umfassenden Überwachung einsetzen.

Gesichtserkennung, Bewegungsprofile oder automatisierte Verhaltensanalysen können zwar Sicherheitsmaßnahmen unterstützen, zugleich aber die Freiheit und die Persönlichkeitsrechte der Bürger einschränken.

Fehler und mangelnde Transparenz

Viele KI-Systeme arbeiten mit komplexen neuronalen Netzwerken, deren Entscheidungen selbst für Experten nicht immer vollständig nachvollziehbar sind. Dies kann insbesondere in sensiblen Bereichen problematisch sein. Fehlentscheidungen bei medizinischen Diagnosen, Kreditvergaben oder Gerichtsverfahren können schwerwiegende Folgen für Betroffene haben.

Hinzu kommt, dass KI-Systeme Vorurteile aus ihren Trainingsdaten übernehmen können. Enthalten diese Daten gesellschaftliche Ungleichheiten oder Diskriminierungen, besteht die Gefahr, dass die KI diese ungewollt verstärkt.

Autonome Waffensysteme

Ein besonders ernstes Risiko stellt der militärische Einsatz von KI dar. Autonome Waffensysteme könnten künftig Ziele ohne unmittelbare menschliche Kontrolle auswählen und angreifen. Viele Experten warnen davor, dass dadurch die Schwelle zum Einsatz militärischer Gewalt sinken und unvorhersehbare Eskalationen entstehen könnten. Deshalb wird international darüber diskutiert, solche Systeme völkerrechtlich zu regulieren oder zu verbieten.

Langfristige Risiken

Einige Forschende beschäftigen sich mit der Frage, welche Folgen sehr leistungsfähige KI-Systeme in der Zukunft haben könnten. Sollte es gelingen, Systeme zu entwickeln, die in vielen Bereichen menschliche Fähigkeiten erreichen oder übertreffen, müssten ihre Ziele und Handlungen zuverlässig mit menschlichen Werten vereinbar sein. Andernfalls könnten Fehlsteuerungen erhebliche Auswirkungen haben, insbesondere wenn solche Systeme weitreichende Kontrolle über kritische Infrastrukturen erhalten. Wie wahrscheinlich solche Szenarien sind, wird innerhalb der Forschung unterschiedlich bewertet, doch viele halten es für sinnvoll, frühzeitig an Sicherheitsmechanismen zu arbeiten.

Fazit

Künstliche Intelligenz ist weder grundsätzlich gut noch grundsätzlich gefährlich. Ihre Auswirkungen hängen davon ab, wie Menschen sie entwickeln, einsetzen und regulieren. Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören der Schutz von Arbeitsplätzen, der verantwortungsvolle Umgang mit Daten, die Bekämpfung von Desinformation, die Vermeidung diskriminierender Entscheidungen sowie die Kontrolle militärischer Anwendungen. Eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung erfordert daher nicht nur technische Innovationen, sondern auch klare ethische Leitlinien, demokratische Kontrolle und internationale Zusammenarbeit. Nur so kann das Potenzial der Künstlichen Intelligenz genutzt werden, ohne ihre Risiken aus dem Blick zu verlieren.

Das Bild hat der Gooogle-Bildgenarator Gemini erzeugt.

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Donnerstag, 2. Juli 2026
Schnaps Bieridee
Donnerstag, 2. Juli 2026, 13:01

Ja, das "Kleine Silvester" am Dienstagabend hat mich zugegebenermaßen inspiriert...

Hier noch die Transkription, falls es jemand - mein zukünftiges Ich z.B. - nicht lesen können sollte:

  ES WAR EINMAL EIN HERZOG
  DER MIT SEINEM HEER
  HIN UND HER ZOG

- HERR HERZOG:
  WER ZOG
  FÜR DEN HEERZUG
  DEN BIERTROG?

- HER MIT DEM BIERKRUG!
  WER FRUG
  DIESEN UNFUG?

Ich bitte auch um freundliche Beachtung des dezent über dem Papier drapierten Schraubverschlusses.

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Mittwoch, 1. Juli 2026
WM 2026
Mittwoch, 1. Juli 2026, 13:29

WOLLTE MADE
KONNTE NICH

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Dienstag, 30. Juni 2026
Vom Elend der Junkies und dessen Behebbarkeit
Dienstag, 30. Juni 2026, 11:53

Das Leben als Junkie ist nicht leicht - das Leben mit Junkies (in der Nachbarschaft) ist es oft auch nicht. Wer für seine Sucht mehrere Tausend Euro pro Monat aufbringen muss, sieht sich oft gezwungen, aggressiv zu betteln, zu stehlen und/oder sich zu prostituieren, und für Essen, Hygiene oder eine eigene Wohnung bleibt da meist nichts mehr übrig.

Schon lange plädieren zahlreiche Expert:innen dafür, dieses Problem nicht länger repressiv, grundsätzlich anzugehen, nämlich mit einer Legalisierung ausnahmsweise aller Suchstoffe, denn dadurch ließen sich fast alle Probleme von und mit Junkies beheben.

Die Abhängigen könnten ihren Stoff in kontrollierter und garantierter Qualität zum kleinen Herstellungspreis auf Rezept in der Apotheke bekommen, bräuchten also nicht mehr ständig diese Unsummen auftreiben und könnten sogar einer geregelten Arbeit nachgehen, da nach jahrelangem Konsum meist gar kein Rausch mehr erreicht wird, sondern nur das Abklingen der Entzugserscheinungen. Auch käme es nicht immer wieder zu tödlichen Überdosierungen durch (unerwarteterweise nicht wie üblich stark gestreckten) Drogen.

Was spräche dagegen? Wer Heroin, Crack o.ä. konsumieren will (aus welchen Gründen auch immer), wird dazu Mittel und Wege finden - Verbote hin oder her. Allerdings würde der Anreiz für kriminelle Kartelle wegfallen, Leute "anzufixen", um sie anschließend jahre- oder jahrzehntelang abzumelken. Die Zahl der Süchtigen würde also höchstwahrscheinlich eher abnehmen.

Aber natürlich würde eine wichtige Drohkulisse des Kapitalismus wegfallen; denn machen wir uns nichts vor: Das Elend der Obdachlosen und Drpgensüchtigen sorgt natürlich auch dafür, die Normalos brav weiter zu ihren Arbeitsstellen gehen zu lassen, denn so will natürlich keiner enden.

(Daher wird es, solange es nach den Reichen und Mächtigen geht, auch kein existenzsicherndes bedingungsloses Grundeinkommen geben, denn wer würde sich dann noch so erbarmungslos ausbeuten lassen, wie es heute leider immer noch gang und gäbe ist...?)

Mein Vorschlag war daher immer, Drogen komplett frei- und (bei umfassender Aufklärung über die Gefahren selbstverständlich) ggf. auf Verschreibung abzugeben. Gestern aber hatte ein Kumpel von mir eine noch viel bessere Idee:

Wie wäre es, in größeren Städten eine relativ zentral gelegene größere Grünfläche (in Düsseldorf z.B. den Volksgarten) als permanente Party-Location zu deklarieren und dort Drogen aller Art kostenlos abzugeben? Freibier für Alkis und Wochenendtrinker, daneben Gratis-Gras für täglich wie nur gelegentlich Kiffende, Magic Mushrooms und LSD, Pep und Koks und auch Heroin und Crack u.v.m., begleitet von entsprechend passender Musik (auch gerne Life), Kunst- und Filmdarbietungen und begleitet von medizinischem Support... Im Prinzip das, was wir in der Altstadt heute schon so ähnlich haben, aber eben absolut niederschwellig, da kostenfrei und damit für alle erschwinglich. Dort könnte jede:r nach Lust und Laune rund um die Uhr und den Kalender sich aufenthalten, hin- und auch wieder weggehen (oder eben auch gleich ganz wegbleiben), und die echten Junkies würden zumindest nicht in Wohngegenden oder rund um die Hauptbahnhöfe für Verdruss sorgen.

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Montag, 29. Juni 2026
Magdeburger Opfergang 2.026...?
Montag, 29. Juni 2026, 13:21

Am 20. Mai 1631 erobern nach mehrmonatiger Belagerung Truppen des Kaisers Ferdinand II. und der katholischen Liga unter dem bayerischen Feldherrn Johann von Tilly die protestantische Großstadt Magdeburg. Danach kommt es zu entsetzlichen Gräueltaten. Mindestens 20.000 der 35.000 Einwohner fallen der sogenannten „Magdeburger Hochzeit“ zum Opfer.

Wenn am 6. September 2026 der Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt wird, würde es zwar wohl zunächst(?!) weniger blutig werden, aber ein Katastrophe für Nicht-Biodeutsche, Andersdenkende und generell Andersartige könnte es sehr wohl bedeuten, wenn es so ausgeht, wie es sich die Scheiß-AfD und ihre Arschlöcher-ficken-Deppen-Klientel erhoffen (und alle anderen befürchten) - nämlich, dass es für eine Nazi-Alleinregierung reicht.

Die letzte greifbare, vom Institut INSA am 13.05.26 veröffentlichte Umfrage prognostiziert:

CDU: 24 % SPD: 6 % Grüne: 4 % FDP: 3 % Linke: 13 % AfD: 42 % BSW: 4%

Bei diesem Ausgang könnten CDU, SPD und Linke (zusammen 43%) die AfD an der Regierung (so sie denn zueinanderfänden) ganz knapp noch verhindern; sollte aber z.B. die SPD (was ihr ja durchaus zuzutrauen wäre) unter die 5%-Hürde fallen, hätten wir (bzw. v.a. die bedauernswerten Einwohner von SA(!)) - den blau-braunen Salat... *würg*

Ich habe deshalb schon (wieder) einmal ChatGPT gefragt, wie es sich ein solcherart gewendetes/abgestürztes SA vorstellen würde - und bekam folgendes Szenario ausgemalt:

Die Stille von Magdeburg

Als die neue Regierung ihre Arbeit aufnahm, versprach sie Ordnung, Sicherheit und den Willen des Volkes. Viele glaubten, es werde lediglich eine konservativere Politik. Niemand bemerkte, dass sich Freiheit selten mit einem Knall verabschiedet – sie verschwindet in kleinen, kaum wahrnehmbaren Schritten.

Zunächst änderten sich die Lehrpläne. Geschichte wurde neu erzählt, Literatur nach ihrem „gesellschaftlichen Nutzen“ bewertet und unbequeme Wissenschaftler verloren ihre Fördermittel. Nicht die Bücher brannten – sie verschwanden einfach aus den Regalen, bis sich kaum noch jemand an sie erinnerte.

Die Regionalzeitungen gehörten bald wenigen Eigentümern, der öffentlich-rechtliche Rundfunk war grundlegend umgebaut worden. Kritische Journalisten fanden sich plötzlich ohne Akkreditierung oder Anstellung wieder. Nicht die Zensur war das Erschreckende, sondern dass viele Menschen sie als gesunden Menschenverstand begrüßten.

Auf den Straßen herrschte Ruhe. Demonstrationen mussten weit im Voraus genehmigt werden, spontane Versammlungen galten als Sicherheitsrisiko. Kameras beobachteten Plätze, Bahnhöfe und Rathäuser. Die Menschen sprachen weiterhin frei – allerdings nur dort, wo sie sicher waren, dass niemand zuhörte.

Die Verwaltung funktionierte effizient. Algorithmen ordneten Bürger nach ihrer „gesellschaftlichen Zuverlässigkeit“, ohne dass dieses Wort jemals offiziell verwendet wurde. Wer unangenehme Fragen stellte, erhielt später Termine, langsamere Bearbeitung oder verlor plötzlich Chancen auf öffentliche Aufträge. Repression trug keinen Uniformrock mehr – sie erschien als sachlicher Verwaltungsakt.

In den Dörfern und Städten hing wieder häufiger die Landesflagge aus den Fenstern. Patriotismus war nicht vorgeschrieben, aber seine Abwesenheit fiel auf. Nachbarn beobachteten Nachbarn, Kollegen schwiegen in der Kantine. Die größte Angst war nicht der Staat, sondern die Gewissheit, dass jeder andere bereits auf seiner Seite stehen könnte.

Die Universitäten wurden leiser. Forschung musste sich stärker an politischen Leitlinien orientieren, internationale Kooperationen nahmen ab. Junge Talente zogen fort – erst nach Berlin, dann ins Ausland. Nicht weil sie ihr Zuhause hassten, sondern weil ihre Zukunft dort keinen Platz mehr fand.

Als Jahrzehnte später Kinder ihre Großeltern fragten, warum niemand etwas unternommen habe, lautete die Antwort oft dieselbe: Es habe doch alles ganz vernünftig angefangen. Dystopien beginnen selten mit Panzern auf den Straßen. Sie beginnen mit der Überzeugung, dass Freiheit verzichtbar sei, solange es nur die anderen betrifft.

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Demokratie – Ein fiktiver Dialog zwischen Karl Marx und Friedrich Nietzsche
Montag, 29. Juni 2026, 12:05

Marx: Herr Nietzsche, die Demokratie gilt vielen als die höchste Form politischer Ordnung. Doch ich frage: Was nützt das allgemeine Wahlrecht, wenn die wirtschaftliche Macht in den Händen weniger Kapitalisten liegt? Solange die Produktionsmittel privat besessen werden, bleibt die Demokratie nur eine Fassade.

Nietzsche: Sie sprechen immer von Klassen und Besitz. Mich interessiert etwas anderes. Die Demokratie ist für mich Ausdruck einer Moral der Gleichmacherei. Sie erhebt die Mehrheit zum Maßstab und misstraut jeder außergewöhnlichen Persönlichkeit. Das Mittelmaß regiert.

Marx: Sie verwechseln Gleichheit mit Mittelmaß. Ich kämpfe nicht gegen Größe oder Talent. Ich kämpfe gegen Ausbeutung. Wahre Freiheit ist erst möglich, wenn Menschen nicht gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um zu überleben.

Nietzsche: Freiheit? Die meisten Menschen wollen gar nicht frei sein. Sie suchen Sicherheit, Gewohnheit und Anerkennung. Die Demokratie verspricht ihnen all das. Sie stärkt den Herdentrieb, nicht den schöpferischen Geist.

Marx: Das ist eine aristokratische Verachtung des Volkes. Der Mensch wird durch seine gesellschaftlichen Verhältnisse geprägt. Geben Sie ihm Bildung, Zeit und materielle Sicherheit, dann kann er seine Fähigkeiten entfalten.

Nietzsche: Bildung? Die Schulen bilden oft nur angepasste Bürger aus. Sie lehren Gehorsam gegenüber dem Staat und den Konventionen. Der wahrhaft freie Geist entsteht nicht durch Gleichheit, sondern durch Selbstüberwindung.

Marx: Doch Selbstüberwindung allein beseitigt keine Armut. Ein hungriger Mensch philosophiert selten über seine Selbstverwirklichung. Zuerst müssen die materiellen Bedingungen verbessert werden.

Nietzsche: Und wenn Sie das erreicht haben? Wird der Mensch dadurch edler? Ich bezweifle es. Wohlstand schafft nicht notwendigerweise Größe. Oft macht er bequem.

Marx: Vielleicht. Aber Elend schafft ebenfalls keine Größe. Es erzeugt Abhängigkeit und Verzweiflung. Demokratie muss mehr sein als Wahlen. Sie muss wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Nietzsche: Ich misstraue jeder Herrschaft der Mehrheit. Wahrheit entsteht nicht durch Abstimmungen. Die größten Denker standen oft allein gegen ihre Zeit.

Marx: Darin stimme ich Ihnen zu. Wahrheit ist keine Mehrheitsentscheidung. Aber politische Macht sollte von der Gemeinschaft kontrolliert werden und nicht von einer privilegierten Minderheit.

Nietzsche: Vielleicht ist unser eigentlicher Streit ein anderer. Sie fragen, wie Menschen gleich werden können. Ich frage, wie Menschen über sich hinauswachsen können.

Marx: Und ich würde antworten: Niemand wächst über sich hinaus, solange er unter den Verhältnissen leidet, die andere geschaffen haben.

Nietzsche: Dann bleibt die Frage offen, ob Demokratie Menschen befreit oder sie nur auf neue Weise bindet.

Marx: Vielleicht ist Demokratie kein Ziel, sondern ein Werkzeug. Entscheidend ist, wem sie dient.

Die beiden Philosophen schweigen einen Moment. Vor ihnen liegt keine Einigung, sondern eine Einsicht: Demokratie ist weder selbstverständlich gerecht noch zwangsläufig freiheitsfeindlich. Sie bleibt ein politisches Experiment, dessen Wert davon abhängt, welche Vorstellungen vom Menschen und von der Gesellschaft ihr zugrunde liegen.

Soweit ChatGPT auf meine Aufforderung ("Prompt"): "Schreibe einen fiktiven Dialog zwischen Marx und Nietzsche über Demokratie."
Ganz anders war die Ausgabe, als ich den Prompt um das Wort "(Schreibe einen) witzigen (...)" ergänzt hatte:


Demokratie – Ein etwas chaotisches Gespräch zwischen Marx und Nietzsche

Ein Wiener Kaffeehaus irgendwo im philosophischen Jenseits.

Marx: Kellner! Zwei Kaffee. Und bitte keine Klassenunterschiede bei der Milch.

Nietzsche: Ich nehme keinen Kaffee. Kaffee ist ein Getränk der Herde.

Marx: Du bist sogar elitär beim Frühstück.

Nietzsche: Ich bin konsequent.

Marx: Gut. Dann reden wir über Demokratie.

Nietzsche: Ach, die Herrschaft der Mehrheit. Das ist ungefähr so, als würde man ein Sinfonieorchester von der lautesten Trompete dirigieren lassen.

Marx: Immerhin hat dann jeder eine Stimme.

Nietzsche: Ja. Leider benutzen viele sie gleichzeitig.

Marx: Demokratie bedeutet, dass Menschen gemeinsam über ihre Angelegenheiten entscheiden.

Nietzsche: Und anschließend gemeinsam darüber klagen, dass sie falsch entschieden haben.

Marx: Du traust dem Volk wirklich wenig zu.

Nietzsche: Ich traue einzelnen Menschen sehr viel zu. Menschen in Gruppen dagegen bestellen Ananas auf Pizza und halten das für Fortschritt.

Marx: Das ist kein politisches Argument.

Nietzsche: Nein. Aber ein starkes kulturelles.

Marx: Das eigentliche Problem ist doch: Solange einige wenige das Kapital besitzen, bleibt Demokratie unvollständig.

Nietzsche: Solange alle dieselben Meinungen haben sollen, bleibt sie langweilig.

Marx: Du willst also lieber Philosophen als Politiker?

Nietzsche: Nein! Stell dir Philosophen im Wahlkampf vor.

Marx: "Mehr Sein statt Schein!"

Nietzsche: "Jetzt den kategorischen Imperativ wählen!"

Marx: Kant würde jede Debatte gewinnen.

Nietzsche: Nein, verlieren. Er würde erst drei Stunden definieren, was eine Debatte überhaupt ist.

(Der Kellner bringt den Kaffee.)

Kellner: Wer bezahlt?

Marx: Nach seinen Möglichkeiten sollte jeder beitragen.

Nietzsche: Hervorragend. Dann bezahlt der Übermensch.

Marx: Es gibt hier gar keinen Übermenschen.

Nietzsche: Eben deshalb sitzen wir noch im Kaffeehaus.

Marx: Weißt du, manchmal glaube ich, Demokratie ist einfach der Versuch, friedlich miteinander auszukommen.

Nietzsche: Ein sympathischer Gedanke.

Marx: Das klang fast versöhnlich.

Nietzsche: Keine Sorge. Ich erhole mich gleich wieder davon.

Marx: Dann sag etwas Provokantes.

Nietzsche: Demokratie braucht Bürger, die denken.

Marx: Da stimme ich dir zu.

Nietzsche: Verdammt.

Marx: Wir sind uns einig.

Nietzsche: Das ist der unerquicklichste Moment meines gesamten Nachlebens.

(Beide schweigen.)

Marx: Vielleicht ist Demokratie gar nicht perfekt.

Nietzsche: Natürlich nicht.

Marx: Aber sie erlaubt immerhin, dass zwei Philosophen stundenlang streiten können.

Nietzsche: Und anschließend beide überzeugt sind, gewonnen zu haben.

Marx: Das wiederum ist vermutlich die eigentliche Definition der Philosophie.

Nietzsche: Nein.

Marx: Warum nein?

Nietzsche: Weil ich gewonnen habe.

Der Kellner seufzt, bringt die Rechnung und beschließt, künftig lieber Mathematiker zu bedienen.

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Samstag, 27. Juni 2026
Nuhr noch ätzend
Samstag, 27. Juni 2026, 11:24

Ich hatte ja schon vor sieben Jahren hier einmal einen Offenen Brief an diverse häufige Gäste von "Nuhr im Ersten" verfasst, in dem ich mich über den zunehmenden Rechtsdrall von Dieter Nuhr beklagte; nun hat er mit seinen letzten reichlich geschmacklosen Witzchen über Femizide aber offenbar endlich das Fass zum Überlaufen gebracht, so dass mittlerweile gleich drei Petitionen kursieren, welche die ARD auffordern, seine Sendung abzusetzen, und die ich natürlich zu unterschreiben und weiterzuverbreiten herzlichst empfehle:

1.) Keine Bühne für Dieter Nuhr
(Stand jetzt: 1.583 Unterschriften auf innn.it)

2.) Keine Verharmlosung von Femiziden im ÖRR! Dieter Nuhr absetzen!
(624 Unterschriften auf change.org)

3.) Keine Gebührengelder für Dieter Nuhr
(72 Unterschriften auf change.org)

Damit nicht alles Nuhr noch schlechter wird... Auf bessere Zeiten!

Fun Fact: Ich hatte schon vorgehabt, eine eigene Petition auf den Weg zu bringen, bevor ich ergoogelte, dass bereits entsprechende Aktionen liefen; dazu hatte ich mal wieder ChatGPT angeworfen, welches mir folgenden (wie ich finde, gar nicht so schlechten) Text ausspuckte:

Für eine verantwortungsvolle Programmgestaltung – ARD soll die Sendung von Dieter Nuhr absetzen

Wir fordern die Verantwortlichen der ARD auf, die Sendung von Dieter Nuhr aus dem Programm zu nehmen.

Als öffentlich-rechtlicher Rundfunk trägt die ARD eine besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Sie wird durch Rundfunkbeiträge finanziert und hat den Auftrag, zu einer vielfältigen, sachlichen und demokratischen Öffentlichkeit beizutragen.

Aus Sicht der Unterzeichnenden sind zahlreiche Äußerungen von Dieter Nuhr in den vergangenen Jahren zunehmend reaktionär und tragen dazu bei, Vorurteile gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten, Klimaaktivistinnen und -aktivisten oder anderen politischen Gruppen zu verstärken. Viele Menschen empfinden seine Beiträge nicht mehr als satirische Auseinandersetzung, sondern als wiederholte Herabsetzung bestimmter Personengruppen und als Normalisierung gesellschaftlicher Ressentiments.

Satire lebt von Provokation und Meinungsfreiheit. Diese Freiheit ist ein hohes Gut und darf nicht eingeschränkt werden. Die Entscheidung der ARD, einer bestimmten Person eine regelmäßige Plattform im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu bieten, ist jedoch keine Frage der Meinungsfreiheit, sondern der Programmgestaltung und der Verantwortung gegenüber dem Publikum.

Wir fordern daher:

- die Absetzung der Sendung von Dieter Nuhr aus dem Programm der ARD;
- eine transparente Debatte darüber, nach welchen Kriterien öffentlich-rechtliche Unterhaltungssendungen ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden;
- eine stärkere Förderung von Formaten, die gesellschaftliche Debatten differenziert, respektvoll und pluralistisch führen.

Diese Petition richtet sich nicht gegen das Recht von Dieter Nuhr, seine Ansichten öffentlich zu äußern. Sie richtet sich an die ARD als öffentlich finanzierte Institution und fordert sie auf, ihre Programmverantwortung entsprechend wahrzunehmen.

Wir bitten alle Menschen, die diese Auffassung teilen, diese Petition zu unterstützen.

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Freitag, 26. Juni 2026
Tough Stuff
Freitag, 26. Juni 2026, 10:53

Dieses Plattencover - "No Mean City" (1979) von Nazareth (einer Hard-Rock-Band aus Schottland, die seit 1968 und tatsächlich immer noch unterwegs ist - hing einige Jahre lang als Poster in meinem Kinder- bzw. Jugendzimmer (und ließ sich, da ich es blöderweise nicht mit Reißzwecken o.ä., sondern mit Pattex an der Tapete befestigt hatte, bei meinem Auszug leider nicht mehr ablösen); und obwohl ich die dazugehörige Musik damals gar nicht kannte (und womöglich nicht einmal wusste, dass es sich überhaupt um ein Plattencover handelte?), will ich diese gestern zufällig wiederaufgetauchte Erinnerung hiermit den Weiten und Tiefen des Internets anvertrauen.

Urheber des (heute vielleicht etwas martialisch anmutenden) Bildes ist übrigens der inzwischen über 80jährige Künstler Rodney Matthews., der ausweislich seiner Wikipedia-Biographie genau wie ich in seiner Kindheit stark von Walt-Disney-Figuren beeinflusst wurde. Ach ja, und einer seiner größten Fans ist John Cleese von Monty Python - da bin ich ja in ziemlich guter Gesellschaft (gewesen)...

Hier ein weiteres (und, wie ich heute finde, noch viel schöneres) Bild von ihm, welches ich mir soeben als PC-Hintergrundbild eingerichtet habe: Drumboogie

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Dienstag, 23. Juni 2026
Leserbrief zu "Und jetzt gehört es uns", ZEIT 27/2026, S.49
Dienstag, 23. Juni 2026, 12:02

Wie hoch mag wohl der Wertverlust von Ijoma Mangolds Immobilenfonds-Aktienpaket gewesen sein, dass er sich zu einer solchen Phillipika gegen das Volksbegehren "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" hinreißen ließ, bei der er jegliche journalistischen Standards ignoriert und sogar so weit geht, Menschen, die gegen die Gepflogenheit votierten, dass große börsennotierte Immobilienunternehmen die Instandhaltung vernachlässigen und ihre Mieter z.B. mit betrügerischen Nebenkostenabrechnungen schröpfen, in die Nachbarschaft von "Arisierung jüdischen Eigentums" rückt?

Die Tatsache, dass das Grundgesetz "Eigentum und Erbrecht" schützt, und sei es das Millionen- oder Milliardenerbe skrupelloser Raubritter, welche im Mittelalter auf Kosten ihrer gnadenlos unterdrückten und ausgebeuteten "Leibeigenen" ein Leben in Saus und Braus führten, wie deren Nachfahren teilweise noch heute, scheint ihm jedenfalls erheblich wichtiger zu sein als die ebendort erwähnten Verpflichtungen, die aus solchem Eigentum erwachsen könnte.
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Anmerkung in eigener Sache: Diesen Text habe ich ohne KI-Unterstützung verfasst... ; )

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Dienstag, 16. Juni 2026
Hape für Präsident
Dienstag, 16. Juni 2026, 11:35

Hui, jetzt sind es schon über 100.000 - die Sache nimmt Fahrt auf. Wer wird Nr. 111.111...?

An dieser Petition gefällt mir selbstredend besonders gut, dass wir "Stimmvieh" diesmal Einfluss darauf nehmen könn(t)en, wer nächster Bumspräser werden soll. Und die Dynamik ist da: Vorgestern waren es noch knapp 50.000 Unterschriften, heute sind es bereits doppelt so viele.

Die Person HK ist dabei auch für mich natürlich nicht über jeden Zweifel erhaben - sollte z.B. das gerade durch die asozialen Medien geisternde Zitat, für ihn sei Selenskyj ein "Held", stimmen (wofür ich allerdings bislang keine Quelle abseits von Facebook, Instagram und eX -Twitter ergoogeln konnte), dann wäre ich in diesem Punkt nicht unbedingt seiner Meinung; aber das würde für mich in der Sache nichts ändern, dass er nämlich trotzdem ein besserer BP wäre als alle anderen bislang in die Diskussion geratenen Kandidat:innen (mit Ausnahme von Gregor Gysi, aber den hatte bislang wohl nur ich im Hinterkopf).

Ach ja, und an alle, die finden, nun sei doch endlich mal eine Frau dran: Hat Hape (u.a. als Beatrix und Uschi Blum) nicht längst bewiesen, dass er auch das (bzw. "sie") kann...?

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Nachtrag am 17.06.2026: Okay, die etwas fragwürdige Aussage stammt wohl tatsächlich von ihm und ist kein "Fake" - das ist aber natürlich kein Grund, ihn jetzt als "Kriegstreiber" oder gar "Fascho" zu verunglimpfen, wie es z.B. der schon einmal hier beschriebene "Hanno" gerade tut...

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Montag, 15. Juni 2026
Plädoyer für eine permanent plebiszitäre Demokratie
Montag, 15. Juni 2026, 12:08

Warum sollten Bürgerinnen und Bürger ihre politische Stimme nur alle vier oder fünf Jahre abgeben dürfen?

In einer Zeit, in der wir in Sekunden mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, Bankgeschäfte per Smartphone erledigen und Wissen jederzeit verfügbar ist, wirkt das traditionelle Modell der repräsentativen Demokratie zunehmend wie ein Relikt aus einer vergangenen Epoche. Es entstand in einer Zeit langsamer Kommunikation, langer Reisewege und begrenzter Beteiligungsmöglichkeiten. Doch die technischen Voraussetzungen haben sich grundlegend verändert.

Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Nicht Volksherrschaft am Wahltag. Nicht Volksherrschaft nach Zustimmung einer politischen Elite. Sondern die dauerhafte Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger, über die Angelegenheiten ihres Gemeinwesens zu entscheiden.

Eine permanent plebiszitäre Demokratie würde dieses Prinzip ernst nehmen. Sie würde den Menschen nicht nur das Recht geben, Vertreter zu wählen, sondern auch die Möglichkeit, laufend über Gesetze, Projekte, Haushaltsfragen und politische Richtungsentscheidungen mitzubestimmen. Das Volk wäre nicht Zuschauer des politischen Betriebs, sondern dessen aktiver Gestalter.

Kritiker warnen vor Überforderung. Doch die Geschichte der Demokratie ist die Geschichte des Misstrauens gegenüber dem Volk – und seiner wiederholten Widerlegung. Man hat behauptet, Arbeiter seien nicht reif für das Wahlrecht. Man hat behauptet, Frauen seien nicht reif für das Wahlrecht. Man hat behauptet, breite Bevölkerungsschichten seien nicht reif für politische Verantwortung. Die Demokratie ist gerade dadurch gewachsen, dass sie solchen Vorurteilen widersprochen hat.

Natürlich braucht eine permanent plebiszitäre Demokratie Regeln: Transparenz, unabhängige Information, Minderheitenschutz, verfassungsrechtliche Grenzen und sorgfältig gestaltete Beteiligungsverfahren. Doch diese Voraussetzungen sprechen nicht gegen mehr Demokratie. Sie sind die Voraussetzungen für bessere Demokratie.

Wer behauptet, Bürger seien klug genug, Regierungen zu wählen, aber nicht klug genug, über Sachfragen zu entscheiden, gerät in einen Widerspruch. Wer dem Volk die Souveränität zuspricht, sollte ihr auch praktische Geltung verschaffen.

Eine Gesellschaft, die ihren Bürgern vertraut, gewinnt mehr als politische Entscheidungen. Sie gewinnt Verantwortung, Engagement und Identifikation mit dem Gemeinwesen. Menschen kümmern sich stärker um Dinge, über die sie tatsächlich mitentscheiden können. Politik wird nicht mehr als fernes Schauspiel wahrgenommen, sondern als gemeinsames Projekt.

Permanent plebiszitäre Demokratie ist daher nicht die Abschaffung der Demokratie, sondern ihre Vollendung. Sie beruht auf einer einfachen, aber radikalen Idee: Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht Untertanen ihrer Regierungen. Die Regierungen sind Beauftragte der Bürgerinnen und Bürger.

Demokratie lebt nicht davon, dass das Volk gelegentlich gefragt wird. Demokratie lebt davon, dass das Volk dauerhaft gehört wird.

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Soweit (wieder einmal) ChatGPT - und mir bleibt nur noch, abermals auf die entsprechende Petition zu verweisen:
Endlich gemeinsam Verantwortung übernehmen

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Geburtstag im Käfig
Montag, 15. Juni 2026, 12:00

Amerika feierte.

Amerika feiert ja vieles. Den Unabhängigkeitstag. Den Super Bowl. Die Erfindung des Cheeseburgers. Nun also auch den Geburtstag seines Präsidenten – und weil Kerzen und Blaskapellen inzwischen etwas altmodisch wirken, veranstaltete man Käfigkämpfe im Weißen Haus.

Früher residierten dort Staatsmänner. Heute residiert dort das Fernsehen.

Der Präsident betrat die Arena unter dem Jubel seiner Anhänger. Eine Militärkapelle spielte etwas zwischen Nationalhymne und Werbejingle. Aus Lautsprechern dröhnte die Botschaft, dass dies die größte Geburtstagsfeier aller Zeiten sei. Das wurde im Laufe des Nachmittags noch achtzehnmal wiederholt. Wahrscheinlich stimmte es deshalb irgendwann.

Im Käfig standen sich die Gegner gegenüber.

In der ersten Runde kämpfte die Wahrheit gegen die Schlagzeile.

Die Wahrheit erschien pünktlich, leicht unterernährt und etwas verschüchtert. Die Schlagzeile kam mit drei Leibwächtern, einem Sponsorenvertrag und einer eigenen Kameracrew.

Der Kampf dauerte sieben Sekunden.

Die Zuschauer waren begeistert.

In der zweiten Runde trat der gesunde Menschenverstand gegen die Empörung an. Der gesunde Menschenverstand versuchte zunächst, einen Satz zu Ende zu sprechen. Das erwies sich als taktischer Fehler. Die Empörung gewann durch technischen K.-o.

Dann wurde es feierlich.

Mehrere Politiker stiegen in den Ring, um ihre Loyalität zu demonstrieren. Früher genügte dafür eine Rede. Heute muss man offenbar einen Klappstuhl schwingen.

Der Präsident lächelte zufrieden.

Man konnte es ihm nicht verdenken. Wer es schafft, die Politik in eine Mischung aus Zirkus, Wrestling und Dauerwerbesendung zu verwandeln, besitzt zweifellos organisatorisches Talent. Die Frage ist nur, ob dies die Eigenschaft ist, nach der man Staatsoberhäupter auswählen sollte.

Als die Veranstaltung zu Ende ging, wurde eine riesige Geburtstagstorte hereingefahren. Aus ihr sprang die Demokratie.

Sie wirkte etwas benommen.

Jemand fragte sie, wie es ihr gehe.

Die Demokratie blickte auf den Käfig, auf die jubelnde Menge, auf die Kameras und auf die Verkäufer von Fanartikeln.

Dann seufzte sie.

„Früher“, sagte sie, „hat man wenigstens noch so getan, als wäre das hier ernst gemeint.“

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Dies ist ein Text, den ChatGPT auf die Eingabeaufforderung "Schreib eine Satire über die Käfigkämpfe im Weißen Haus zu Trumps Geburtstag im Stil von Kurt Tucholsky" erstellt hat; den Zusatz "im Stil von Kurt Tucholsky" hat ChatGPT dabei selbst vorgeschlagen(!).
Das Bild stammt vom Bildgenerator "Google Gemini". Dass dieser dem alten Tucho (denn der soll es sein, der Trump im Schwitzkasten hält) eine Schiebermütze und einen Schnürres verpasst hat, müssen wir wohl unter "KI-Halluzinationen" verbuchen...

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Freitag, 12. Juni 2026
Die Künstliche Intelligenz schreibt eine Kurzgeschichte:
Endstation
Freitag, 12. Juni 2026, 13:30

Ich habe mir mal den Spaß(?) bzw. das Experiment erlaubt, ChatGPT eine Kurzgeschichte schreiben zu lassen, deren Grundzüge (s.u.) mir bereits seit längerem (genauer gesagt aus meiner Zeit als DaF-Dozent in Polen 1992/1993, als ich sehr viel mit der Bahn unterwegs war) im Kopf herumgeisterte (und die ich vor vielen Jahren (anno 2009) hier in diesem Blog schon einmal relativ ausführlich skizziert hatte); das Ergebnis finde ich zwar höchstens halbwegs gelungen, aber immerhin gut genug, um es hier zur Disposition zu stellen - in Zeiten von "Young Adult" und ähnlichem Mist. (Die vielen Leerzeilen bzw. Ein-Satz-Absätze sind übrigens offenbar ein ganz eigenes Stilmittel von ChatGTP.) Also:

Prompt:
Schreibe eine unheimliche Kurzgeschichte mit folgendem Ausgangsszenario: Ein Mann steigt in einen Zug, schläft ein, wacht in der Nacht auf und stellt fest, dass er der einzige Passagier im Abteil, im Waggon und sogar im ganzen Zug ist.

Antwort:

Als Jonas in den Regionalzug stieg, war es kurz nach acht Uhr abends. Die Sitzplätze waren gut gefüllt, Menschen unterhielten sich gedämpft, Kinder spielten auf Tablets, und irgendwo klingelte ständig ein Handy. Er setzte sich ans Fenster, legte den Kopf gegen die Scheibe und schloss für einen Moment die Augen.

Der Moment wurde zu Stunden.

Als er erwachte, war der Zug dunkel.

Nicht völlig dunkel. Die Notbeleuchtung warf ein schwaches, gelbliches Licht über die Sitze. Draußen herrschte pechschwarze Nacht.

Jonas blinzelte und sah sich um.

Alle Plätze waren leer.

Er richtete sich auf. Sein Nacken schmerzte. Die Taschen und Jacken der anderen Fahrgäste waren verschwunden. Kein Flüstern. Kein Rascheln. Kein Summen von Kopfhörern.

Nur das monotone Rattern der Räder.

„Hallo?“

Seine Stimme klang seltsam gedämpft.

Keine Antwort.

Er ging durch das Abteil. Leer.

Durch die Schiebetür in den nächsten Wagen. Leer.

Der nächste. Ebenfalls leer.

Sein Unbehagen wuchs mit jedem Schritt. Der Zug schien endlos zu sein. Wagen um Wagen, alle verlassen. In einem Speisewagen standen noch Teller auf den Tischen, aber kein einziges Essen darauf. Als wären die Gäste mitten in der Mahlzeit verschwunden.

Schließlich erreichte er die Lokomotive.

Die Tür zum Führerstand stand offen.

Drinnen war niemand.

Der Fahrersitz war leer.

Trotzdem raste der Zug weiter durch die Nacht.

Jonas spürte, wie sich kalter Schweiß auf seiner Stirn bildete.

Er griff nach dem Funkgerät. Tot.

Kein Strom.

Und doch fuhr der Zug.

Er blickte durch die Frontscheibe hinaus. Die Schienen glänzten schwach im Mondlicht und verschwanden in der Dunkelheit.

Dann bemerkte er etwas Seltsames.

Seit einigen Minuten hatte der Zug keine Weiche, keine Brücke, keine Station passiert.

Nur dieselben Schienen.

Immer dieselben.

Er starrte hinaus.

Ein verlassener Bahnsteig zog vorbei.

Auf dem Stationsschild stand:

Waldeck.

Wenige Minuten später erschien erneut ein Bahnsteig.

Wieder:

Waldeck.

Und dann noch einmal.

Waldeck.

Immer dieselbe Station.

Immer derselbe Bahnsteig.

Jonas begann zu zittern.

Der Zug fuhr nicht irgendwohin.

Er fuhr im Kreis.

Da knackte plötzlich der Lautsprecher über ihm.

Ein Rauschen.

Dann eine Stimme.

„Nächster Halt: Waldeck.“

Die Stimme klang alt, als käme sie von einem Tonband, das Jahrzehnte in einem Keller gelegen hatte.

„Ausstieg nur für berechtigte Fahrgäste.“

„Was soll das heißen?“, flüsterte Jonas.

Keine Antwort.

Der Zug verlangsamte sich.

Zum ersten Mal seit seinem Erwachen.

Bremsen quietschten.

Draußen erschien erneut der Bahnsteig.

Waldeck.

Diesmal stand dort jemand.

Eine einzelne Gestalt.

Groß. Dürr.

Unbeweglich.

Das Gesicht lag im Schatten.

Die Türen öffneten sich zischend.

Die Gestalt stieg nicht ein.

Sie wartete.

Der Lautsprecher knackte erneut.

„Herr Jonas Becker.“

Sein Herz blieb beinahe stehen.

Er hatte seinen Namen niemandem genannt.

„Bitte aussteigen.“

Die Gestalt hob langsam den Kopf.

Jonas konnte ihr Gesicht nun erkennen.

Es war sein eigenes.

Nicht ähnlich.

Nicht verwechselt.

Es war exakt sein Gesicht.

Nur blasser.

Älter.

Und mit leeren Augenhöhlen.

Jonas stolperte rückwärts.

Die Türen schlossen sich.

Der Zug setzte sich wieder in Bewegung.

Er rannte durch die Wagen. Panisch. Atemlos.

Hinter ihm knackte jeder Lautsprecher gleichzeitig.

In jedem Wagen.

Immer dieselbe Stimme.

„Herr Jonas Becker.“

„Sie haben Ihren Halt verpasst.“

„Herr Jonas Becker.“

„Sie haben Ihren Halt verpasst.“

„Herr Jonas Becker.“

„Sie haben Ihren Halt verpasst.“

Er hielt sich die Ohren zu.

Der Zug beschleunigte.

Schneller.

Schneller.

Die Fenster wurden schwarz wie Tinte.

Nicht Nacht.

Etwas anderes.

Als hätte draußen die Welt aufgehört zu existieren.

Dann fiel sein Blick auf eine Zeitung, die auf einem Sitz lag.

Er hätte schwören können, dass sie vorher nicht dort gewesen war.

Mit zitternden Händen hob er sie auf.

Das Datum war von vor drei Tagen.

Auf der Titelseite stand eine Meldung:

„Schweres Zugunglück bei Waldeck. Alle Insassen des Nachtzuges verstorben.“

Darunter ein Foto.

Verbogene Waggons.

Rettungskräfte.

Und sein eigenes Gesicht.

Jonas starrte die Zeitung an.

Langsam hob er den Blick zum Fenster.

Im Glas spiegelte sich das Abteil.

Die Sitze.

Die Zeitung.

Und sonst nichts.

Von ihm selbst war kein Spiegelbild zu sehen.

Da erklang die Lautsprecherstimme ein letztes Mal, direkt hinter seinem Ohr.

Obwohl niemand dort stand.

„Endstation.“

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Mittwoch, 3. Juni 2026
Politisch "links" oder "rechts"...?
Letztlich eine Frage des Charakters
Mittwoch, 3. Juni 2026, 11:06

Anlässlich des veritablen Shitstorms, der mich bei Fratzbuch seit einer Woche umtost, habe ich mir wieder einmal die Frage gestellt, warum wir Linken offenbar von so vielen (womöglich sogar der Mehrheit?) als arrogant und abgehoben wahrgenommen werden...?

Zugegebenermaßen haben wir es den wirklich herrschenden "Eliten" (und die sind natürlich immer noch zumindest so rechts, dass sie an ihrer Vorherrschaft nicht rütteln lassen) teilweise allzu leicht gemacht, uns so darzustellen, als würden uns die Nöte und Ängste der "einfachen Leute" und alteingesessenen Mitmenschen weniger interessieren als die (vermeintlichen Luxus-)Probleme von "rich Kids" (LGBTQ+) und Einwanderern – was natürlich nicht stimmt (bzw. höchstens für eine sogenannte – Achtung: Klischee! – "Lifestyle-Linke", die in besseren Gegenden wohnt und ihre Kinder niemals auf sog. "Problemschulen" schicken würde).

Selbstverständlich haben echte, denkende, sich der Komplexität der Verhältnisse bewusste Linke immer schon versucht, neben den klassischen Unterdrückten (der "Arbeiterklasse") auch(!) die Betroffenen anderer Formen der Unterdrückung - Rassismus, Sexismus, Ableismus usw. – zu berücksichtigen und mit ihnen solidarisch zu sein - wobei all diese Phänomene natürlich m.o.w. zusammenhängen und ich (als klassischer Marxianer) meinen würde, der Hauptwiderspruch sei immer ein ökonomischer.

Leider gerieren sich viele frühere Linke mittlerweile allzusehr als Fürsprecher nur noch des abgehängten Teils ihrer Wählerschaft, und das heißt hierzulande (wie z.B. beim BSW): deutsche Staatsangehörige; dabei bräuchten wir doch gerade jetzt (im "Zeitalter der Globalisierung") die internationale Perspektive, denn was hülfe es den Arbeitern, Studenten und Rentnern in Deutschland, wenn ihre Bezüge steigen, solange das Elend im "globalen Süden" weiter zunimmt und es dadurch zu einem "globalen Bürgerkrieg" kommen muss...?

Am Ende geht es doch immer darum, ob wir darauf bestehen, die auf uns gekommenen Privilegien gegen die, welche ungerechterweise dafür zahlen und leiden, um jeden Preis zu verteidigen, oder ob wir bereit sind, die ererbten Errungenschaften gerecht zu verteilen - also ob wir eher egoistisch oder lieber solidarisch sein wollen – kurz: Arsch – oder Kumpel...?

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