Ente am Ende
Freitag, 5. Juli 2019
Ein paar Gedanken über das Elend in Afrika
Freitag, 5. Juli 2019, 11:51

Sprachfamilien in Afrika

Afrika wurde in und nach der Kolonialzeit in Gebiete/Staaten aufgeteilt, die mit den tatsächlichen, natürlichen Grenzen zwischen Sprach- und Religionsgemeinschaften nichts zu tun hatten. So sind z.B. Muslime, Christen und Animisten, die zu hunderten verschiedenen Sprachgruppen (Völkern) gehören, in einem Staat zusammengepfercht (und andererseits zusammengehörige Gruppen von willkürlich gezogenen Grenzen auseinandergerissen) worden. Die Macht wurde meist der Gruppe übergeben, die vorher mit den Kolonialherren kooperiert hatte, und diese hat dann meist ihre Macht mit allen Mitteln über und gegen alle anderen "Stämme" erhalten. Diese Struklturen sind also ein Erbe der Kolonialzeit und werden von den ehemaligen Kolonialstaaten, die immer noch davon profitieren, nach Kräften weiter konserviert.

Was Afrika bräuchte, wäre zunächst einmal eine kontinentweite Volksabstimmung darüber, wer mit wem und wo in welcher Staatsform zusammenleben möchte - was nebenbei erwähnt auch für andere Weltteile eine gute Idee wäre...


Staatsgrenzen in Afrika

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Über „Konservative“
Freitag, 5. Juli 2019, 09:47

Ich finde es einfach unsympathisch, wenn Leute, die qua Geburt viel besser gestellt sind als Andere bzw. der Durchschnitt, sich nicht etwas dankbar, demütig und bringschuldbewusst zeigen, sondern so tun, als seien ihre Privilegien nicht ererbt oder ergaunert, sondern vielmehr wohlverdient, und als seien weniger Begüterte, die ebenfalls nach diesem Wohlstand streben, schlechtere Menschen – und wenn solche Bessergestellten stets noch bemüht sind, die offensichtlich ungerechten Strukturen, die ihnen zum alleinigen Vorteil gereichen, zu perpetuieren (zu „konservieren“) und dabei – auch wenn sie es sich oft nicht bewusst machen (wollen) – tatsächlich über Leichen gehen.

Ich muss allerdings zugeben, dass es uns, die wir das Glück haben, nicht derart beschränkt, verängstigt und verhetzt geworden zu sein wie mach Andere, nicht gut ansteht, sich über diese unglücklichen Irregeleiteten allzusehr zu erheben; da wäre manchmal sicherlich auch mehr Demut und Mitleid (Sym-Pathie) angebracht.

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Sonntag, 30. Juni 2019
Das antinatalistische Wort zum Halbjahreswechsel
Sonntag, 30. Juni 2019, 10:50
Sie alle irren – Moslems, Christen, Juden und des Zoroaster Legion.
Die Menschheit kennt weltweit nur diese beiden:
Den einen, mit Hirn, doch ohne Religion,
Den andern, religiös, doch ohne Hirn.


Abū l-ʿAlāʾ al-Maʿarrī

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Mittwoch, 29. Mai 2019
Erinnerungsstütze
Mittwoch, 29. Mai 2019, 12:40

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Dienstag, 28. Mai 2019
Weitsichtige Egomanen <> Dumme Arschlöcher
Dienstag, 28. Mai 2019, 16:47

So, hier hätten wir jetzt also eine aktuelle Karte für den (hoffentlich bald kommenden) Säxit...

Und nun noch einmal zur Klarstellung bzw. Erinnerung:
Egoisten sind wir alle - die jungen Leute, die Fridays for Future demonstrieren, genauso wie die Wutbürger, die montags bis sonntags gegen Ausländer pegidieren; der einzige Unterschied besteht darin, ob wir auf- und abgeklärt genug sind, zu begreifen, dass wir nur gemeinsam eine halbwegs realistische Chance auf eine irgendwie lebenswerte Zukunft auf diesem süßen kleinen Planeten haben, oder ob wir so unglaublich strunzendoof sind, zu meinen, wir könnten uns so wie bisher (oder sogar mit noch überholteren Mitteln) auf Kosten Anderer (Mitlebewesen und zukünftigen Generationen) irgendwie durchwurschteln.

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Mittwoch, 15. Mai 2019
What "-ism" do you want me to blame for this time?
Mittwoch, 15. Mai 2019, 11:16

Was nur immer alle viele Leute gegen Kopftücher haben...?!?

Wer (wie ich) gesehen hat, wie sich doitsche Touristinnen aller Alters-und Gewichtsklassen in islamisch geprägten Ländern wie Marokko, Tunesien oder Ägypten oben ohne am Strand präsentieren, darf sich durchaus mal die Frage stellen, was da die größere kulturelle (und optische) Zumutung darstellt.

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Dienstag, 7. Mai 2019
Offener Brief an Tahnee Schaffarczyk, Lisa Eckhart, Michael Mittermeier und Torsten Sträter
Dienstag, 7. Mai 2019, 09:44

Liebe Tahnee. liebe Lisa, lieber Michael und lieber Torsten*,

ich habe Euch vergangene Woche bei „Nuhr im Ersten“ gesehen und habe folgende Frage:

Macht es Euch eigentlich gar nichts aus, unter der Headline eines Typen aufzutreten, der sich offenbar um Äquidistanz zu AfD und SPD(!) bemüht und dessen Programm („Humor“ mag ich das gar nicht mehr nennen), das mittlerweile fast ausschließlich auf Kosten „linker“ Positionen (Klimaschutz, Verteilungsgerechtigkeit u.v.m.) geht, ich nur noch als „reaktionär“ bezeichnen kann?

Ich will hier gar nicht zum Boykott dieses Herrn aufrufen – immerhin begrüßt oder zumindest duldet er ja noch Leute wie Euch in seiner Sendung, und wer weiß, vielleicht lockt er mit seiner fast wutbürgerlich anmutenden Attitüde sogar eine entsprechende Klientel vor den Fernseher, die dann mit vergleichsweise fortschrittlichen Positionen wie den Euren konfrontiert wird und dabei womöglich sogar ins Nachdenken gerät – aber ich möchte doch anregen, darauf hinzuwirken, dieses Format dahingehend zu demokratisieren, dass nicht länger der Rechtsausleger als Chef in der Manege firmiert.

Mit linkspopuliistischen Grüßen



* Von rechts (neben Nuhr) nach links (nicht politisch gemeint)

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Freitag, 3. Mai 2019
Expropriiert die Expropriateure
Freitag, 3. Mai 2019, 10:15

Es ist so typisch: Kaum sagt ein SPDler mal was halbwegs Vernünftiges (über Kollektivierung und Sozialismus), wird er von den Rechtsauslegern und Arschkriechern (nicht nur, aber vor allem in den eigenen Reihen) gnadenlos niedergemacht.*

Dabei sollte das, was der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert (der übrigens mitnichten Mitglied des Bundestages und damit Bezieher hoher Diäten ist, wie ihm jetzt von unberufener oder bösartiger Seite immer wieder vorgeworfen wird) in einem Interview mit der ZEIT (das leider online nur für zahlende Leser zugänglich ist) gesagt hat, doch eigentlich Konsens sein - zumindest in einer Partei, die sich sozial und demokratisch nennt:

(...) Für mich ist eine Utopie reizvoll, in der Menschen selbstbestimmt unterschiedlich viel arbeiten und dann gegebenenfalls auch unterschiedlich viel verdienen. (...)
Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt. (...)
Es wird nicht diskutiert, ob der Kapitalismus menschengerecht ist (...)

Diese und andere Äußerungen** sind so banal wie wahr - und aber offenbar in Zeiten wie diesen schon fast revolutionär. Jetzt ist Kevin ganz alleine zu Haus bei der alten Tante - und mir bleibt nur anzumerken, was ich weiland schon über Christian Ströbele von den Grünen festgestellt hatte: Guter Mann - aber leider und ganz offenbar in der falschen Partei!

* Es gibt sogar Leute - hier: ein ziemlich gestörter Querulant und Möchtegern-Dichter, der mich über Fratzbuch belästigt - die sehen KK als Staatsfeind und Terrorist...

** Es sei daran erinnert, dass Enteignungen nicht nur im Grundgesetz vorgesehn sind, sondern auch gang und gäbe sind, wenn z.B irgendwo eine Straße gebaut oder Braunkohle abgebaut werden soll _ wobei dann meistens nicht große Konzerne, sondern Privatleute betroffen sind, die dabei auch schon einmal ihr Eigenheim verlieren.

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Montag, 25. März 2019
Vielfliegerei wofür?
Montag, 25. März 2019, 11:14

In der ARD-Sendung „Kontraste“ vom 21. März 2019 gab es einen Beitrag namens „Doppelmoral: Die grünen Vielflieger und der Klimaschutz“. Darin wurde angeprangert, dass gerade Abgeordnete der Grünen besonders viele Flugreisen unternehmen würden. (O-Ton: „Hofreiter flog ins ewige Eis nach Grönland und produzierte damit eben jene Gase, die das Eis schneller schmelzen lassen.“)

Nun bin ich wahrlich kein allzu großer Freund der Oliv-Grünen, und es läge mir fern, sie hier in Schutz zu nehmen. Allerdings erinnerten mich die etwas platten Vorwürfe an eine Diskussion, die ich schon vor über drei Jahrzehnten u.a. mit meinen Eltern führte; ich möchte meinen damaligen und jetzigen Standpunkt kurz zusammenfassen:

Als Individuum auf schädliche Verhaltensweisen zu verzichten und sich selbstzufrieden damit zu begnügen, wäre zu wenig; statt dessen sollten wir versuchen, einen gesamt-gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen.

Mein konkretes Beispiel damals: Wenn ich auf mein Auto verzichte und glaube, damit schon etwas Gutes für das Klima getan zu haben, so wäre dies zu kurz gedacht. Wenn ich dagegen mein Auto benutzen würde, um landauf landab für ein allgemeines Auto-Verbot zu werben, das dann nicht nur für mich, sondern für Alle gelten würde, hätte ich wirklich etwas Gutes erreicht; und wer mich in dieser Zeit damit zu diskreditieren versuchte, indem er mir meine Auto-Benutzung vorwürfe, wäre entweder naiv oder bösartig.

Solange also jemand viel fliegt, um sich z.B. für Flugverbote (oder zumindest Einschränkungen) einzusetzen, hätte ich daran nichts auszusetzen. Es darf allerdings gerne genau hingeschaut werden, ob dieser gute Zweck tatsächlich dahintersteckte oder zuweilen doch private Annehm- und Bequemlichkeiten, die dann zu Recht anzuprangern wären.

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Montag, 11. März 2019
Ganz kurzes Statement
#Brexit #SecondReferendum
Montag, 11. März 2019, 10:19

Natürlich sollte es ein Zweites Referendum geben.

Wer die Idee der Volksabstimmung ernst nimmt (und das tun ja offenbar hinsichtlich des „Brexits“ alle), muss auch akzeptieren, dass sich Meinungen und Mehrheiten ändern, zumal, wenn die entscheidenden Menschen mehr Informationen und mehr Zeit zum Nachdenken bekommen haben.

In einer echten Demokratie würden solche gewichtigen (und überhaupt alle) Entscheidungen ohnehin nicht nur punktuell (und alle Jubeljahre einmal) gefällt, sondern im Rahmen des Permanenten Plebiszits sukzessive debattiert, validiert und organisiert werden.

And now in English (supported by Google Translator):
Of course, there should be a second referendum!

Anyone who takes the idea of plebiscite seriously (and apparently everyone does so in terms of "Brexit") must also accept that opinions and majorities change, especially as the deciding people have got more information and more time to think.

In a true democracy, such important (and also all other) decisions would anyway not only be made unique (and all jubilees once), but would be successively debated, validated and organized within the framework of the Permanent Plebiscite.

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Dienstag, 5. Februar 2019
No further comment
Dienstag, 5. Februar 2019, 20:20
HANDY WEG!

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Freitag, 25. Januar 2019
Voll die Seuche!
Freitag, 25. Januar 2019, 14:14

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Dienstag, 15. Januar 2019
Trauriges Jubiläum
Dienstag, 15. Januar 2019, 10:46

Heute vor 100 Jahren ermordet von faschistischen Freikorporierten im Auftrag (oder zumindest mit Billigung) der damals regierenden Spezialdemokraten...

Beide waren erst 47 Jahre alt.

Der unmittelbar Verantwortliche für die Hinrichtung (ein gewisser Pabst) wurde nie belangt und starb 1970 hochbetagt (mit 89) und dank guter (geschäftlicher) Kontakte zur Bundeswehr äußerst wohlhabend in Düsseldorf.

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Donnerstag, 10. Januar 2019
Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:37

In der Tat, das Ende ist nah — zumindest das meines Daseins als Hartzvieh, denn so wie es aussieht, werde ich ab kommenden Dienstag eine Vollzeitstelle für Gottes Mindestlohn nach § 16 i SGB II (eine brandneue "Förderungsmöglichkeit" für besonders betagte und hoffnungslose Langzeitarbeitslosenfälle) antreten...

Auf dass solche Prekärjobs (und überhaupt der schäbige, menschenvertilgende Kapitalismus) irgendwann der Vergangenheit angehören mögen, empfehle ich folgende Petition zu unterstützen:



Und wen es interessiert, was mich heute noch so beschäftigt hat, hier meine Replik auf den Artikel Es gibt sie immer noch: Die Nation in der (ansonsten meist sehr zu empfehlenden) Rationalgalerie des verdienten Genossen Uli Gellermann - Rotfront!

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Donnerstag, 27. Dezember 2018
Misogyner Kalauer zum Jahresabschluss:
Donnerstag, 27. Dezember 2018, 13:36


Nicht von Marie von Ebner-Eschenbach

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... ältere Einträge

Zur Petition Für eine Weiterentwicklung der Demokratie
Das Prinzip Permanentes Plebiszit

Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

Charles Bukowski



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