[aʊχ das nɔχ]
Der neue Antisemitismus
Donnerstag, 6. April 2017, 21:49

Dass die Araber ebenso wie die Hebräer eine semitische Sprache sprechen, hat sich ja inzwischen vielleicht einigermaßen herumgesprochen. Dass die rechtsextremen, nationalistischen, rassistischen, identitären, völkischen und populistischen Bewegungen in Europa, die vor allem durch eine Gemeinsamkeit geprägt sind, nämlich eine mehr oder weniger radikale Ablehnung alles Islamischen (und damit, da der Koran in Arabisch verfasst ist, alles Arabischen), somit auch antisemitisch sind, ist aber nicht nur eine linguistische Spitzfindigkeit; vielmehr sind die Mechanismen der Abwertung und Verunglimpfung, derer sich in weiten Teilen der Bevölkerung angesehene neurechte Theoretiker von Thilo Sarrazin bis Henryk M. Broder bedienen, durchaus mit denen vergleichbar, die den „klassischen“ Antisemitismus definieren.

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Oder fällt z.B. irgendeinem nur halbwegs historisch gebildeten Menschen zu solchen Abbildungen auf den (bei „besorgten Bürgern“ irgendwo zwischen PEGIDA, AfD und dem Mainstream so beliebten) „PI-News“ irgendetwas anderes ein als „Stürmer-Stil“?

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Hegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Thatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce, schrieb Marx in Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (1852); und als lumpige Farce würde ich es auch bezeichnen, dass die meisten dieser neurechten Demagogen sich als explitit israelfreundlich und „pro-semitisch“ gerieren (und dabei auf einen angeblichen islamischen Antisemitismus abheben); so bezeichnet sich die AfD aktuell als Garant jüdischen Lebens...

senf dazu


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