Im normalerweise leidlich lesenswerten SZ-Magazin steht unter obenstehendem Kolumnentitel ein derart dummdreistes Gewäsch, dass es mir schwerfällt, die Contenance zu wahren. Autorin Michèle Roten stellt hier mit offenbar nicht gespieltem, sondern echter Totalverblödetheit geschuldetem Unverständnis fest: Michelle Obama recycelt ihre Klamotten. Das Jäckchen, der Rock, die Schuhe. Wird alles mehrmals getragen. Ja Kreuzdonner noch eins: Warum aber trägt die First Lady freiwillig den alten Kram auf? Warum nicht jedes Mal etwas Neues, Aufregendes präsentieren, sich verändern, sich ausprobieren? Ja eben - warum nicht die sündteuren Designerklamotten nach ein paar Stunden als "verbrannt" in die Tonne kloppen? Kost ja nicht die Welt... Oder, schrecklicher Verdacht: Hat sie keine Zeit, shoppen zu gehen?
Dann wäre freilich ihre Würde als Mensch in allerhöchster Gefahr.
Aber Frau R. hat das perfide Kalkül hinter dem empörenden Kleiderrecycling ausgemacht: Nein, es ist ganz klar: Die Recyclerei soll die Normalität von Michelle Obama unterstreichen. Und das ist natürlich ganz und gar nicht sympathisch, denn: Ihre Aufgabe ist es, zu repräsentieren. Nicht viel mehr als das. Da ist es nicht zu viel verlangt, jeden Tag etwas anderes anzuziehen. Es ist sozusagen ihre Pflicht: Sie könnte damit jedes Mal einem neuen jungen Designer zur großen Chance verhelfen. Eine von uns würde das tun als Präsidentengattin.
Ich weiß zwar nicht, auf wen sich dieses "uns" bezieht, hoffe aber inständig, dass es sich um eine Art Pluralis Maiestatis (bzw. hier: Pluralis Megalomaniae) handelt und eine derart komplettbescheuerte Ansicht über die Aufgaben weiblicher Repräsentanz (nämlich hemmungslose Verschwendung und Wegwerfmentalität zu propagieren) ziemlich allein auf weiter Flur steht.
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Michael Ballast, die böse Hexe des Ostens, hat seine Mannschaftskameradenschweine verwunschen.
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Ehrlich gesagt: keine Ahnung - aber da ich ihn heute schon mal zitiert habe, will ich das m.E. beeindruckende Konterfei dieses visionären Großdichters unbedingt auch noch nachreichen.
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O Käpt’n! Mein Käpt’n, zu End’ ist unsre Reis’
wir haben jedes Riff umschifft, der Sieg war unser Preis.
(...)
Ihr Ufer, jauchzt! Ihr Glocken, klingt!
Ich aber geh in Not
dahin, wo nun mein Käpt’n liegt,
gefallen, kalt und tot.
Sonderlich beliebt war er bei den Kollegen ja offenbar nie, der alte Schwalbenkönig...
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Bei Herrn Wolle Krasuffke* aus Düsseldorffühlt der Kopp sich heut an wie ne Schüssel Torf.
Fernab jeder Ekstase
bohrt er in der Nase
und schürfet dortselbst nach Rüsselschorf.
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* Name von der Redaktion geändert
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Natürlich wünsche ich mir, dass die Albiceleste von Dios Diego in einer Woche Weltmeister wird - deshalb müssen sie leider auch morgen schon die "Unsrigen" raushauen.
Aber wer weiß? Das Leben ist eine Tombola...
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Unvergessen: Mark der DDR († 1. Juli 1990)
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"Traurige Nacht" nannten die Spanier jene Nacht vor 490 Jahren, als die Conquistadoren unter Cortés vorübergehend aus Tenochtitlan, der Hauptstadt des Aztekenreichs, fliehen mussten und dabei scharenweise unter den Massen von geklautem Gold, das sie abschleppen wollten, zusammenbrachen und erschlagen wurden bzw. ertranken.
Auch heute Abend gibt es unterschiedliche Gründe, traurig zu sein:
Für Kalendermelancholiker: Weil heute die erste Hälfte des Jahres zu Ende geht.
Für Fußballfans: Weil heute nicht gespielt wird.
Für CDU/CSU/FDP-Anhänger: Weil ihr Wölfchen nur 3. Wahl war.
Für SPD/B90-Grünen-Anhänger: Weil ihr Kandidat G. Jauch J. Gauck nicht Präser geworden ist.
Für Anhänger der Linken: Weil es Lukrezia J. auch nicht geschafft hat und ihnen zudem jetzt der Rote Peter zugeschoben wird, weil es "Volkes Liebling" G. Jauch J. Gauck nicht machen durfte.
Für Martina Gedeck: Weil ihre höchst amüsanten Tweets aus der Bundesversammlung gar nicht von ihr selbst, sondern von der Titanic stammten.
Alle anderen dürfen sich aber über eine heiße Mittsommernacht freuen.
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"Das geschieht der Alten recht. Immer auf die Omme", soll der just von Auslaufmodell Rüttgers zum unbefristeten Abteilungsleiter in der Düsseldorfer Landesregierung beförderte Boris Berger über die wohl kommende MinipräsidEnte Hanne "Saftlos" Kraft geäußert haben, worüber sich sogar die bekannt CDU-nahe "Rheinische Pest" empörte; und so sehr man (= ich) in diesem einzelnen Fall dem Berger'schen Diktum auch zustimmen mag - die Dreistigkeit, wie die alten fiesen und korrupten Seilschaften hier ihre Versorgungsmentalität auf Kosten der Allgemeinheit (vulgo: "des Steuerzahlers") ins Kraut schießen lassen, hat schon etwas Entlarvendes, aber auch Brechreizerregendes an sich.
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So sehr ich es den sympathischen Jungspunden (und auch Nichtmehrganzsojungspunden) um Prinz Peng, König Knall, Mesut Asyl und Bomber Müller II. gönne, die "verkackten Engländer" vom Platz gefegt zu haben (und so lustig in diesem Zusammenhang das wembleyhafte nichtgegebende 2:2 war), so schmerzlich empfinde ich die staatstragende und systemerhaltende Kraft solcher WM-Erfolge; denn wie wäre das denn geworden? Am Sonntag wäre (bzw. hätte) Dütschland glanzlos ausgeschieden (vulgo verschissen), am Mittwoch (= morgen) Merkels Präserkandidat Wulff ebenso kläglich gescheitert, und schon tags darauf dann evtl. die gesamte unfähige Bundesregierung zurückgetreten und den Weg für Neuwahlen freigemacht...?
Schön wär's gewesen! Aber so - naja.
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Deutschen Politikern - zumal von einer Regionalpartei wie der CSU - so etwas wie Geschichts- oder Politikverständnis zu unterstellen, wäre freilich schon arg einfältig; aber wenn jemand (in diesem Falle die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer) einen solchen Vergleich bemüht, sollte dieser doch wenigstens in Ansätzen stimmen.
„Sozialistische Familienpolitik“ wirft die Dame ausgerechnet ihren Koalitionären von der FDP vor und setzt hinzu, dies sei ja ganz so wie einst bei Pinochet...
Dazu sei folgendes angemerkt:
Augusto Pinochet war mitnichten Sozialist, sondern vielmehr ein Faschist reinsten Wassers, der den demokratisch gewählten, allerdings moderat sozialistisch gesinnten Präsidenten Salvador Allende mit Hilfe der CIA aus dem Amt putschte und in Chile eines der blutigsten Militärregime seit 1945 errichtete, über das der von Haderthauer sicher hochgeschätzte damalige CSU-Papst und enge Pinochet-Freund Franz-Josef Strauß übrigens wohlwollend äußerte: "Angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, erhält das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang."
Da könnte also eine Freud'sche Fehlleistung vorliegen - gemeint hat die Ministerin wahrscheinlich ungefähr folgendes:
(1.) Die Sozialisten sind immer die Anderen/Bösen;
(2.) wenn man denen nicht anders beikommen kann, machen wir's wie weiland Pinochet (denn auch für uns hat das Wort "Ordnung" noch immer einen süßen Klang)!
So wird dann auch ein (freilich extrem hässlicher, kampfstiefelartiger) Schuh draus...
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Das war ja auch lange überfällig - mal sehen, was für ein Arschgesicht sie uns als Nächstes offerieren.
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Zum Thema "Bandana" habe ich leider gar nichts zu sagen.
Zum Thema "Super-Bandnamen" kommt mir dagegen spontan in den Sinn: "Mythen in Tüten" (warum schrieben die sich eigentlich nicht konsequenterweise "Müten in Tythen"?) sowie die luzid selbstkritisch benamsten "Mut aus Flaschen" (hatte n Kumpel sogar ne Platte von - kann ich aber wirklich nicht empfehlen).
Beim Thema "Scheiß-Bandnamen" fallen mir ohne Weiteres Unzählige ein - allen voran natürlich der Name jener Combo, in der ich einst selbst mitwirkte (wobei wir zwar einen Proberaum, aber keinerlei Instrumente besaßen): "Die Diebels-Diebe"! (Das ließ sich natürlich prima mit abgerissenen Etiketten überall hinkleben ; )
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Kennen wahrscheinlich schon alle... egal!
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Beer Street and Gin Lane by William Hogarth (1697-1764)
Words by James Townley (1714–1778)
Gin, cursed Fiend, with Fury fraught,
Makes human Race a Prey.
It enters by a deadly Draught
And steals our Life away.
Virtue and Truth, driv'n to Despair
Its Rage compells to fly,
But cherishes with hellish Care
Theft, Murder, Perjury.
Damned Cup! that on the Vitals preys
That liquid Fire contains,
Which Madness to the heart conveys,
And rolls it thro' the Veins.
Beer, happy Produce of our Isle
Can sinewy Strength impart,
And wearied with Fatigue and Toil
Can cheer each manly Heart.
Labour and Art upheld by Thee
Successfully advance,
We quaff Thy balmy Juice with Glee
And Water leave to France.
Genius of Health, thy grateful Taste
Rivals the Cup of Jove,
And warms each English generous Breast
With Liberty and Love!
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Eigentlich wollte ich es ja zuerst kaum glauben, als ich hier bei TITANIC eben lesen musste, wie Vera Lengsfeld (geschiedene Kleinschmidt, geschiedene Wollenberger, gebürtig aus Sondershausen) angesichts der unmenschlichen Bedingungen in Kuba (Kreditkarten gelten hier nur eingeschränkt. Wer sie zum Einsatz bringt, muß mit über zehn Prozent Gebühren rechnen. (...) Nicht nur, daß die kubanische Tastatur anders ist als die in Europa. Die am häufigsten gebrauchten Buchstaben sind bis zur Unkenntlichkeit abgerubbelt. usw.) in einem Akt gnadenloser Selbstüberschätzung während der vulkanaschebedingten Flugzwangspause allen Ernstes forderte: Das Mindeste, was die Gestrandeten hier brauchen, sind ein bis zwei Sondermaschinen der Air France oder – was die Deutschen alleine entscheiden könnten – von Condor. Herr Westerwelle, Herr Ramsauer, Frau Merkel: Sorgen Sie dafür!!
Seit ich allerdings zu diesem Anlass jetzt einmal auf der privaten Homepage dieser Dame landete, traue ich dieser Gallionsfigur primitivsten Antikommunismus' sogar noch ganz andere Klöpse zu. Von der Akademie der Wissenschaften der DDR über die Grünen hin zur CDU, der "Achse des Guten" und der "Jungen Freiheit" war es immerhin ein weiter Weg, der durchaus auch einem Horst Mahler würdig gewesen wäre. Und wer das Lebensmotto "Freiheit und Fairness statt Gleichheit und Gerechtigkeit" vor sich herträgt, hat in diesem unseren Lande auch allemal das Bundesverdienstkreuz verdient - und natürlich auch schon erhalten.
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- Malta-Wichser kann auf Volltrunkenheit plädieren
- Tigerenten: "Tricksen, Tarnen, Täuschen"
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Heute darf sich Isabella Rossellini, Ingrid Bergmans schöne Tochter, selber ein Ständchen (zum 58. auch schon - Kinder, wie die Zeit vergeht) darbringen; natürlich aus dem höchst sehenswerten Film Blue Velvet (der ist auch schon wieder 24 Jahre alt - Kinder, ...) von David Lynch (waaas - schon 64, der Mann?!? usw.)!
* I want my first Thai visitors...
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➥ Zur Petition Weiterentwicklung: Demokratie
➥ Das Prinzip Permanentes Plebiszit
We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski




