Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften II, § 365, S. 488
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Ein sonderlich hübscher Kerl war er ja nicht gerade, und auf seine alten Tage (wiewohl zuvor ein glühender Anhänger der Französischen Revolution) auch ein eher konservativer Knochen; aber da ohne ihn der Dialektische Materialismus nicht denkbar gewesen wäre, sei hier und heute zu seinem 180. Todestag an den alten Zecher Georg Wilhelm Friedrich Hegel erinnert - wieder einmal mit einem schönen Gedicht vom seligen Robert Gernhardt:
Theke - Antitheke - Syntheke
Beim ersten Glas sprach Husserl:
“Nach diesem Glas ist schlusserl.”
Ihm antwortete Hegel:
“Zwei Glas sind hier die Regel.”
“Das kann nicht sein”, rief Wittgenstein,
“Bei mir geht noch ein drittes rein.”
Worauf Herr Kant befand:
“Ich seh ab vier erst Land.”
“Ach was”, sprach da Marcuse,
“Trink ich nicht fünf, trinkst Du se.”
“Trinkt zu”, sprach Schopenhauer,
“Sonst wird das sechste sauer.”
“Das nehm ich”, sagte Bloch,
“Das siebte möpselt noch.”
Am Tisch erschall Gequietsche,
still trank das achte Nietzsche.
“Das neunte erst schmeckt lecker!”
- “Du hast ja recht, Heidegger”,
rief nach Glas zehn Adorno:
“Prost auch - und nun von vorno!”
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We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski