- ein (selbst(?))kritischer Sechszeiler ohne Interpunktion
Es war einmal ne Leber
gehörte einem Eber
der fraß gern fett und süß
was Leber wachsen ließ
bis sie am End zerplatzte
wo Eber bei verratzte
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Wer mich kennt, weiß, dass ich einer der letzten Mohikaner (vulgo: Ewiggestrigen) bin, die grundsätzlich ohne "Smartphone" (sprich: Mini-Matrix) unterwegs sind - aus Gründen, die ich hier im letzten Jahrzehnt schon mehrfach dargelegt habe.
Nun muss ich gestehen: Seit einigen Jahren besitze ich doch so ein Ding (Dauerleihgabe eines Kumpels - Danke, lieber Peter!), das aber ohne SIM-Karte nur bei mir zu Hause rumfliegt und von mir nur für die ARD-Quiz-App (geschuldet meiner Schwäche für Gefragt - Gejagt; die App läuft allerdings auf dem alten Gerät schon lang nicht mehr) und leider auch für WhatsApp (da fast alle meiner spärlichen verbliebenen Kontakte beinahe nur noch darüber kommunizieren) benutzt wird.
Nun habe ich meine grundlegende Abneigung gegen die Ubiquität dieser zeitvernichtenden, realkommunikationsverhindernden und hirngrillenden Scheißteile in die Form einer Petition (jaja, dochdoch, welche Überraschung) gegossen und bitte natürlich wie immer um rege Beteiligung, also Mitzeichnung und Weiterverbreitung.
Fun Fact am Rande: Den Text der Petition habe ich von ChatGPT erstellen lassen. *Zwinkersmiley*
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"Für Abrüstung und ein friedensbereites Land" trafen wir uns ab 14 Uhr vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße, um dann ab 15 Uhr durch die Innenstadt zu demonstrieren; zur Abschlusskundgebung vor dem Rathaus sprachen u.a.: Elias (SDAJ Rheinland-Westfalen), Tim Engels (Düsseldorf, Rechtsanwalt), Amid Rabieh (Vorsitzender BSW NRW), Wa’el Jaber (Palästinensische Allianz), Michael Müller (Vorsitzender der Naturfreunde) und Günter Pohl (Freundschaftsgesellschaft Kuba); Veranstalter war das Düsseldorfer Friedensforum.
Es war wie zu erwarten (trotz enttäuschend geringer Teilnehmerzahl) ein breites Spektrum vertreten; anhand ihrer Fahnen konnte man erkennen: DKP, SDAJ, BSW, MLPD, KKE (KP Griechenlands), DEV-YOL (türkische Marxisten), PACE (Regenbogenfahne), DFG-VK, VVN; außerdem gab es neben einigen Friedenstauben viele Palästina-Flaggen, auch die Staatsflaggen von Kuba, Libanon(?), Syrien(??), Iran(?!?), dabei auch eine, die auf dem grün-weiß-roten Hintergrund nur den Schriftzug "IRAN", umrahmt mit zwei Herzen zeigte, sowie natürlich diverse Transparente; auch eine Fahne in den Farben der BRD-Trikolore, allerdings mit der Aufschrift “ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN ehe es zu spät ist” war vertreten, und natürlich ein paar engagierte "Omas gegen Rechts".
(Bei der Abschlusskundgebung hatten dann (neben Freidenkern, DKP, MLPD, BSW) auch die FKO (Föderation klassenkämpferischer Organisationen) und der Zambon-Verlag einen Stand.)
In gewisser Hinsicht bezeichnend war es, wer alles NICHT zu sehen war: Linke, Grüne, SPD, Gewerkschaften (nur ein alter griechischer Aktivist namens Antonis, der noch mit Mikis Theodorakis zusammen aufgetreten war, trug ein GEW-Käppi)…
Nicht so schön (neben der schon erwähnten Iran-Mullah-Flagge): Irgendwelche Verwirrten verteilten BüSo-Flugblätter, und mehrere rechte Influencer ("Weichreite" alias Sebastian Weber, ein AfD-Abgeordneter aus Sachsen, sowie "Utopia TV Deutschland", ein ebenfalls AfD-nahes Duo) liefen auf der Demo herum und machten Interviews im Life-Stream, u.a. mit einigen mir bekannten undogmatischen Linken (z.B. oben erwähnter Antonis), die eventuell nicht wussten, mit wem sie sich da einließen; ihren über dreeinhalbstündigen Mitschnitt auf YouTube, den ich zugegebenermaßen gestern teilweise angeschaut habe und auf dem ich auch ein paarmal kurz durchs Bild laufe, verlinke ich hier jetzt ganz bewusst nicht, aber zumindest haben sie ihre Interviewpartner ausreden lassen und ihre rechten Kommentare ("Wieso demonstriert hier keiner für Deutschland?" usw.) "nur" zwischendurch abgelassen.
Schräg gegenüber (und dann an verschiedenen Stellen des Zuges sowie bei der Abschlusskundgebung) hatte sich zur inzwischen wohl unvermeidlichen Gegendemo einige Antideutsche (“Kö-Antifa”, die sich ehrlicherweise in "Kö-Antiko(mmunisten" umbenennen müsste) postiert, demonstrierte FÜR den Krieg Israels gegen Gaza und Iran und pöbelte die Friedensbewegten gewohnt laustark an; dabei zeigte sie Israelische Staatsflaggen (auch abgewandelt in weiß-rosa), IDF-Banner (Israel Defense Forces), Schah-Flaggen und diverse Transparente.
Und am Hauptbahnhof selber hatte sich (wie seit Anfang März jeden Samstag) eine Pro-Schah-Demo versammelt, die dann zum Burgplatz zog und die sich teilweise mit den Antideutschen zusammentat - hier dominierten natürlich auch Schah-Flaggen, Israel-, USA- und Doitschland(!)-Fahnen das Bild.
Als ich im Verlauf des Zuges die Gegendemonstranten, bei denen auf einem Transparent zu lesen stand "Man demonstriert nicht gemeisam mit Nazis. Niemals!", fragen wollte, ob sie es nicht widersprüchlich finden, die Nazionalfahnen Israels mit seiner gegenwärtigen faschistischen Netanjahu-Regierung zu schwenken, wurde ich angebrüllt und weggeschickt; sachliche Auseinandersetzung ist dort offenbar nicht gewünscht. Immerhin: Eine sehr ungehaltene Dame machte mich auf die (von mir bis dahin gar nicht wahrgenommene) Iran-Mullah-Fahne aufmerksam, die ja wohl "viel schlimmer" sei. (Tatsächlich finde auch ich das Zeigen von Nazionalflaggen auf solchen Demos unangemessen bis Scheiße; bei Palästina-Fahnen sehe ich das allerdings etwas differenzierter, da sie keinem faktischen Staatsgebiet und keiner tatsächlichen Regierung entsprechen).
Überhaupt hatte das Palästina-Thema auch bei der Ausstaffierung des Demo-Wagens (zeigte u.a. Jassir Arafat) und auch später bei den Sprechchören, wie ich finde, einen unangemessen großen Raum eingenommen und drohte das allgemeine Thema "Frieden" fast etwas zu überlagern. Gut war allerdings die kleine dreiköpfige Band, die u.a. das Einheitsfrontlied und die Moorsoldaten zum Besten gab.
Die Abschlusskundgebung, bei der sich viele Mitlaufende schon gar nicht mehr eingefunden hatten, war dann ein bisschen überschattet von dem lärmigen und etwas eskalierenden Wortgefecht, dass sich die Palästinenser:innen und deren Sympathisant:innen mit den israelverherrlichenden Antideutschen und einigen zu ihnen stoßenden Schah-Monarchist:innen lieferten, und wurde dann leider schon sehr (zu) zeitig beendet, womit sie Letzteren leider das Feld überließen.
Fazit: Die Linken müssen wieder mehr gemeinsam auftreten, um aus der Defensive zu kommen - und eventuell stimmt sogar der (oft und wahrscheinlich fälschlicherweise Ignazio Silone zugeschriebene und auch auf der Demo häufiger zitierte) Spruch «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.» ja doch (ein bisschen)...?
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Das Apfelmännchen lässt grüßen: Eine Fahrt durch die absolut faszinierende Mandelbrot-Menge...
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Bekanntlich hat der große (und leider viel zu früh verstorbene) Robert Gernhardt bereits 1990 in seinem fulminanten Vorwort zu Reim und Zeit darauf erkannt, dass es für die grundlegende Vokabel "Mensch" im Deutschen kein Reimwort gäbe; ich zitiere hier im größeren Kontext:
»Was bleibet aber, stiften die Dichter« – wirklich? Ist es nicht vielmehr die Sprache selber, die das Dichterwort schamlos gängelt, indem sie hier Zusammenhänge verwehrt, dort in geradezu unsinniger Menge stiftet? 129 Reimwörter führt der »Steputat« für die eigene Endsilbe »-at« an, von »Achat, Advokat, Aggregat« über »Rat (Titel), Rat (Hinweis), Rat (Körperschaft)« bis hin zu »ich lad, ich schad, ich verrat«. Dementsprechend breit kann der Dichter nichtsnutzige Vorgänge wie den folgenden ausmalen: »Der Advokat aß grad Salat, als ihm ein Schrat die Saat zertrat.«
Nichts aber fiele dem gleichen Reimer ein, äße da nicht ein windiger Rechtsverdreher, sondern ein schlichter, dabei aber doch so unendlich viel wichtigerer »Mensch« seinen – ja, was eigentlich? Bekanntlich wissen weder der »Steputat« noch die deutsche Sprache einen Reim auf Mensch, und selbst ein so gewitzter Wortsucher wie Peter Rühmkorf wurde erst im Plural fündig:
Die schönsten Verse der Menschen
– Nun finden Sie schon einen Reim! –
Sind die Gottfried Bennschen:
Hirn, lernäischer Leim.
Nun fiel mir aber auf, dass der auf seinem Gebiet nicht minder große (und zum Glück noch nicht verstorbene) Funny van Dannen bereits 1995 dem Desideratum nachgekommen ist und in seinem schönen Lied Lebewesen einen (wenn auch dem Englischen entlehnten) Reim gefunden hat - ich zitiere wiederum im größeren Kontext:
Du siehst sie und du siehst sie nicht
sie leben im Schatten und sie leben im Licht
sie gehen ein und sie gehen aus
sie ziehen in die weite Welt hinaus
sie denken nach und sie suchen den Sinn
manche scheißen überall hin
Lebewesen, Lebewesen
bist du schon mal eins gewesen
hast du schon mal eins gekannt
kam es aus einem andern Land
Vor dem Tresen hinterm Tresen
überall sind Lebewesen
Lebewesen sind modern
manche hab ich wirklich gern
Du hörst sie und du hörst sie nicht
sie krähen wenn der Tag anbricht
sie leben im Wasser und auf dem Land
sie haben Instinkte und sie haben Verstand
sie brauchen Nahrung und irgendwann
fangen sie ein neues Leben an
Du kennst sie und du kennst sie nicht
sie haben ein Gesicht das spricht
sie fliegen hoch und sie liegen im Dreck
sie sind kurz da und lange weg
sie heißen Milbe und sie heißen Mensch
sie leben zusammen auf einer Ranch
q.e.d.
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Zum gegenwärtigen Eiertanz um Grönland habe ich eigentlich nur eins anzumerken:
Kolonialismus ist immer Scheiße - ob er nun von den USA kommt oder von Europa (in diesem Falle Dänemark)...
... und es wäre doch tatsächlich allmählich Zeit, auch in den letzten kolonialen Gebieten die dortigen Bevölkerungen darüber abstimmen zu lassen, ob sie lieber unabhängig werden oder aber in einer wie auch immer gearteten Teilautonomie bei "ihren" jeweiligen Kolonialherrenstaaten verbleiben (bzw. sich irgendeinem anderen staatlichen Gebilde anschließen) wollen.
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Ein Quiz-Alptraum
Es ist bereits jetzt eine historische Sendung, wie Moderator Alexander Bommes mit routinierter Begeisterung ausruft, denn die ersten drei Kandidat:innen haben ordentlich vorgelegt, sich nämlich allesamt in den “Fünftausenderclub” gequizzt und dann gezockt und gewonnen; so liegen also schon sagenhafte achtzigtausend Euro auf dem Konto. Und nun kommt der vierte und letzte Kandidat: Ole, Sozialpädagoge aus Oldenburg.
Bei der Vorstellung erläutert er seine spezielle Strategie: Möglichst schnell sein, um etwaige falsche Antworten durch Tempo wettzumachen. Seine Schnellraterunde läuft dann aber irgendwie gar nicht gut, und am Ende der sechzig Sekunden hat er tatsächlich keine einzige Frage richtig beantwortet; damit das Spiel für ihn weitergehen kann, bekommt er deshalb fünfhundert Euro “geliehen”, die laut Reglement im Gewinnfall wieder abgezogen würden.
Der heutige Jäger Sebastian Klussmann, genannt "der Besserwisser”, macht sich den Spaß, angesichts der bereits sehr hohen potentiellen Gewinnsumme nach unten eine kleine (in Wahrheit natürlich ziemlich große) Frechheit anzubieten: Minus siebzigtausend Euro! Nach oben dagegen (um auf Hundert aufzurunden und angesichts des erspielten – beziehungsweise ja eben nur geliehenen – Ausgangsbetrages immerhin eine großzügige Vervierzigfachung): Zwanzigtausend Euro!
Aber das ist Ole zu wenig; wie er leicht indigniert feststellt, hätte seine Vorgängerin ja schon Dreißigtausend angeboten bekommen (die hatte allerdings auch sensationelle Sechstausend in ihrer Schnellraterunde geschafft). Stattdessen würde er, “um das Team im Finale unterstützen zu können” (Kameraschnitt auf fassungslose Gesichter dortselbst wie beim Moderator), “doch lieber runtergehen”; zehntausend Euro seien schließlich auch eine ganze Menge Geld, und zu viert hätten sie doch noch viel größere Chancen als zu dritt. (Er scheint das tatsächlich zu glauben.)
Mit versteinerten Mienen müssen die anderen drei Kandidat:innen nun miterleben, wie Ole im Einzelduell wieder rein gar nichts weiß, hin und wieder allerdings zufällig richtig rät und sich so im Schneckentempo der Finalteilnahme nähert, während der Besserwisser feixend und sich immer mehr beömmelnd stets die bescheuertste und falscheste Antwort auswählt, um – wie er jedesmal variantenreich betont – am Ende nicht um Achtzig-, sondern eben nur um Zehntausend Okken spielen zu müssen.
Uns so kommt es, wie es kommen musste: Im Finale buzzert Ole unbeirrt weiterhin seiner vermeintlich genialen Strategie folgend immer sofort los, um dann natürlich mehr oder weniger falsch zu liegen; ist ihm einer der Kollegen in wachsender Verzweiflung beim Buzzern zuvorgekommen, ruft Ole seine plötzlich sogar einmal richtige Antwort unberechtigterweise in die Runde und ruiniert so auch die richtigen Repliken der Anderen, die sich zunehmend empört und schließlich schon unangenehm in Ton und Lautstärke bemühen, ihn von seinem kontraproduktiven Treiben abzuhalten – freilich ohne den geringsten Erfolg. Am Ende der zweiminütigen Finalrunde stehen dann die vier Zähler vom Anfang; kein einziger Punkt ist dazugekommen. “Klussi”, dem inzwischen auch das Lachen vergangen ist, beendet das Desaster gnädigerweise sang- und klanglos mit einem Durchmarsch innerhalb von fünfzehn Sekunden – ein neuer Rekord.
Es soll dann aber trotzdem noch ein sehr schöner Abend geworden sein.
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Im Indik auf den Andamanen
da gab es keine Eisenbahnen,
weshalb nur selten alte Damen
dorthin zu Besuchen kamen...
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Ist es moralisch überhaupt vertretbar, Tiere (bzw. speziell "höhere" Tiere wie Primaten) in Gefangenschaft zu halten?
Ist es generell sinnvoll, von "höheren" und niedrigeren Lebewesen zu sprechen, und falls ja, sollte dann wirklich die relative Ähnlichkeit bzw. evolutionäre Verwandtschaft zu uns Menschen der ausschlaggebende Maßstab dafür sein?
Gibt es ein (irgendwie "würdiges") Leben vor dem Tod (auch für uns Menschen)?
Welche Kriterien wurden und werden zugrundegelegt, um zu entscheiden, welche Individuen sterben sollen/müssen/dürfen?
Wäre ein Tod in freier Wildbahn (z.B. als Riss eines Raubtiers) in irgendeiner Form "besser" als im Zoo erschossen zu werden?
Ist eine solche Diskussion vor dem Hintergrund millionenfachen vermeidbaren Sterbens von Menschen auf diesem Planeten eigentlich notwendig, luxuriös oder vielleicht sogar ein bisschen pervers?
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"Stellen Sie sich vor, jeder würde erben", fordern Petra Pinzler und Stefan Schmidt mich und alle anderen Lesenden im Untertitel in direkter Anrede auf - und präsentieren dann doch nur einen Entwurf, in dem lediglich deutsche Staatsbürger(!), die ab dem 1. August 2035 volljährig werden(!!), eine steuerfinanzierte Summe von 20.000 € als "Starthilfe" ausgezahlt bekommen sollen, die zudem noch "zweckgebunden"(!!!) sein soll; das ist, mit Verlaub, schon fast das Gegenteil der vollmundigen Ankündigung.
Richtig ist natürlich der Befund, dass die Ungleichheit (nicht nur) in Deutschland immer weiter wächst und dass höhere Steuern auf Erbschaften und Vermögen hier Abhilfe schaffen könnten und müssten. Aber wieso sollten nur einige wenige (konkret: die heute gerade Achtjährigen und Jüngere) in den Genuss einer solchen Umverteilung kommen? Gerecht und zukunftsträchtig wäre es doch, wenn wir durch entsprechende Steuern (und auch teilweise Vergesellschaftung großer Vermögen) eine Umverteilung für alle bewerkstelligen könnten, idealerweise sogar weltweit. Mit einem halb- bis viertelgaren Reförmchen, wie es dort skizziert wurde, werden wir die grundlegenden Probleme dagegen nicht einmal ansatzweise bekämpfen können, sondern eher noch eine neue Neiddebatte heraufbeschwören und die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreiben.
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Preisfrage: Was haben Stefan Raab, Kai Pflaume, Sandra Maischberger, Jürgen Klopp, Maria Furtwängler, Wigald Boning, Heiko Maas, Wotan Wilke Möhring, Sophie Marceau, Adam Sandler, Mike Tyson, Halle Berry, Salma Hayek, Jasmin Tabatabai, Heinz-Harald Frentzen, Kiefer Sutherland, Markus Söder und Noel Gallagher gemeinsam?
(Zur Lösung runterscrollen...)
Richtig: Sie sind alle 58 Jahre alt.
Noch eine Preisfrage: Was haben Jürgen Habermas, Roger Ebert, Thabo Mbeki, Paul McCartney, Hanns Zischler, Jarosław Kaczyński, Isabella Rosselini, Irene Epple, Alison Moyet, Omid Nouripour und Kaja Kallas gemeinsam?
Richtig: Sie haben alle heute Geburtstag.
Und jetzt die letzte Preisfrage: Auf wen trifft beides zu?
Wieder richtig: Auf den Basssatanisten Glen Benton - Herzlichen Glückwunsch!

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Früher, als dies noch ohne Gebühren möglich war (letztmalig 2010), haben drogenaffine Tunichtgute wie meinereiner ja zu Pfingsten meist in Moers rund ums Jazzfestival gelagert und Schindluder getrieben, wobei oft weniger vom Heiligen Geist als vielmehr eine große Menge Platzregen über uns ausgeschüttet wurde; heute dagegen wollte ich einmal den Ursprung dieses so günstig um den Sommeranfang gelegenen Extra-Feiertages recherchieren und stieß auf folgende schöne Worte (Apostelgeschichte 2,15-17):
Diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst die dritte Stunde am Tag;
sondern jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël gesagt worden ist:
In den letzten Tagen wird es geschehen, / so spricht Gott: / Ich werde von meinem Geist ausgießen / über alles Fleisch. / Eure Söhne und eure Töchter werden prophetisch reden, / eure jungen Männer werden Visionen haben / und eure Alten werden Träume haben
... und dies liest sich tatsächlich wie eine ungefähre Beschreibung dessen, was wir in den gelungeneren (und dann eben nicht völlig verregneten) Momenten damals erlebten.
In diesem Sinne: בְּשַׁעְתָּא (bešatā, "Prosit" auf Aramäisch)
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Immerhin 18 Abgeordnete von SPD und/oder CDU/CSU haben (aus welchen Beweggründen auch immer) offenbar auf den Fraktionszwang gepfiffen, auf ihr Gewissen gehört und im ersten Wahlgang zum Bundeskanzler den Fetenfrotz nicht gewählt - nach meinem Dafürhalten ein guter Tag für die parlamentarische Demokratie!
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Ein paar Gedanken zum heiß diskutierten AfD-Verbot
Nach meinem Verständnis leben wir bekanntlich(?) nicht in einer echten Demokratie, sondern in einer seltsam veralteten (seit 1789 existierenden), aber hartnäckig sich haltenden Vorstufe, genannt "repräsentativer Parlamentarismus", und in diesem System ist es möglich, "verfassungsfeindliche" Parteien zu verbieten (wie es gegen die SRP 1952 und die KPD 1956 vom Bundesverfassungsgericht exerziert und später ein paar Mal auch zurückgewiesen wurde). Bei der Zurückweisung des Antrags auf Verbot der NPD 2017 lautete die Begründung übrigens sinngemäß, diese sei zu unbedeutend - was sich über die AfD heute leider beim besten Willen nicht behaupten ließe.
Nun hat das Bundesamt für Verfassungsschutz (welches auch ich aus guten Gründen kritisch sehe) kürzlich letztere Partei (die auch ich wirklich für so ziemlich das Letzte halte) in Gesamtheit als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft, und es mehren sich die Stimmen, nun ein Verbot anzustrengen.
Nun ist es eine oft gehörte Plattitüde, dass vielleicht das Personal, nicht aber die Wählerschaft der AfD (die in vielen Gemeinden v.a. in der ehemaligen DDR eine relative und teilweise sogar bereits eine absolute Mehrheit stellt) rechtsextrem sei und viele sie "nur aus Protest" gegen das aus vielerlei Gründen abgelehnte Establishment wählen (wobei ich mich frage, ob solcherlei Protest sich nicht ganz anders, nämlich "linksextrem" artikulieren könnte und sollte). Sicher ist wohl, dass ein Verbot bestimmt nicht dazu beitragen würde, bei den solcherart weiter entmachteten Wählergruppen die vielbeschworene "Politikverdrossenheit" zu beseitigen, und es scheint mir auch nicht unwahrscheinlich, dass nicht unbeträchtliche Teile dieser Klientel (die in autoritär geprägten Strukturen wie Polizei und Militär typischerweise überrepräsentiert sind) sich durch einen solchen Schritt weiter radikalisieren bzw. den "Tag X" ausrufen würden, also ihre seit langem gehorteten Waffen hervorholen und einen gewaltsamen Putsch versuchen bzw. einen Bürgerkrieg beginnen würden - und in einem solchen Szenario könnte aus einer relativen Minderheit schnell eine qualifizierte Mehrheit werden, dann nämlich, wenn deren Gegner vertrieben oder vernichtet worden sind.
Das Problem der m.o.w. "unkontrollierten Zuwanderung", welches offenbar diese rechtsdrehenden Wähler besonders umtreibt, ließe sich meines Erachtens ohnehin nur lösen (dann aber mit Sicherheit), wenn wir weltweit echte Demokratie und ökonomisch-sozialen Ausgleich herstellen könnten - denn anders als es die rechtsradikalen Rattenfänger immer wieder behaupten, geht es den allermeisten Zugereisten keineswegs darum, "unser Land" zu erobern, sondern darum, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen, um für sich und ihre Angehörigen ein halbwegs lebenswertes Dasein zu ermöglichen.
Bis dahin wäre es immerhin ein erster Schritt, auf staatlicher ("nationaler") Ebene wirklich von allen Betroffenen gleichberechtigt mitdebattieren und mitentscheiden zu lassen, anstatt dies Berufspolitikern und Parteien zu überlassen, die aufgrund angeblicher "Sachzwänge" ohnehin immer nur primär die Interessen der wenigen wirklich viel Besitzenden durchsetzen. Solange dies nicht geschieht, wird wohl leider die Attraktivität der "starken Männer" (und Frauen - s. Meloni, Le Pen, Weidel) und ihrer simplen und gefährlichen nationalistischen "Löungsangebote" noch zunehmen.
Vor diesem Hintergrund würde ich mich im Moment tatsächlich mit erheblichen Bauchschmerzen für ein Parteiverbot aussprechen (und habe auch schon entsprechende Petitionen unterschrieben und weiterverbreitet) - wohl wissend, dass es schon bald auch "linke" (fortschrittliche, das proprietaristische System in Frage stellende) Gruppierungen treffen könnte. Aber ich kann auch verstehen, dass es Leute gibt, welche die AfD von Grund auf ablehnen und trotzdem aus strategischen oder grundsätzlichen Überlegungen gegen ein Verbot sind.
Es gibt eben leider (wie schon Adorno wusste) kein richtiges Leben im falschen...
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➥ Zur Petition Weiterentwicklung: Demokratie
➥ Das Prinzip Permanentes Plebiszit
We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski





