Hui, jetzt sind es schon über 100.000 - die Sache nimmt Fahrt auf. Wer wird Nr. 111.111...?
An dieser Petition gefällt mir selbstredend besonders gut, dass wir "Stimmvieh" diesmal Einfluss darauf nehmen könn(t)en, wer nächster Bumspräser werden soll. Und die Dynamik ist da: Vorgestern waren es noch knapp 50.000 Unterschriften, heute sind es bereits doppelt so viele.
Die Person HK ist dabei auch für mich natürlich nicht über jeden Zweifel erhaben - sollte z.B. das gerade durch die asozialen Medien geisternde Zitat, für ihn sei Selenskyj ein "Held", stimmen (wofür ich allerdings bislang keine Quelle abseits von Facebook, Instagram und eX -Twitter ergoogeln konnte), dann wäre ich in diesem Punkt nicht unbedingt seiner Meinung; aber das würde für mich in der Sache nichts ändern, dass er nämlich trotzdem ein besserer BP wäre als alle anderen bislang in die Diskussion geratenen Kandidat:innen (mit Ausnahme von Gregor Gysi, aber den hatte bislang wohl nur ich im Hinterkopf).
Ach ja, und an alle, die finden, nun sei doch endlich mal eine Frau dran: Hat Hape (u.a. als Beatrix und Uschi Blum) nicht längst bewiesen, dass er auch das (bzw. "sie") kann...?
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Nachtrag am 17.06.2026: Okay, die etwas fragwürdige Aussage stammt wohl tatsächlich von ihm und ist kein "Fake" - das ist aber natürlich kein Grund, ihn jetzt als "Kriegstreiber" oder gar "Fascho">7b> zu verunglimpfen, wie es z.B. der schon einmal hier beschriebene "Hanno" gerade tut...
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Warum sollten Bürgerinnen und Bürger ihre politische Stimme nur alle vier oder fünf Jahre abgeben dürfen?
In einer Zeit, in der wir in Sekunden mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, Bankgeschäfte per Smartphone erledigen und Wissen jederzeit verfügbar ist, wirkt das traditionelle Modell der repräsentativen Demokratie zunehmend wie ein Relikt aus einer vergangenen Epoche. Es entstand in einer Zeit langsamer Kommunikation, langer Reisewege und begrenzter Beteiligungsmöglichkeiten. Doch die technischen Voraussetzungen haben sich grundlegend verändert.
Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Nicht Volksherrschaft am Wahltag. Nicht Volksherrschaft nach Zustimmung einer politischen Elite. Sondern die dauerhafte Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger, über die Angelegenheiten ihres Gemeinwesens zu entscheiden.
Eine permanent plebiszitäre Demokratie würde dieses Prinzip ernst nehmen. Sie würde den Menschen nicht nur das Recht geben, Vertreter zu wählen, sondern auch die Möglichkeit, laufend über Gesetze, Projekte, Haushaltsfragen und politische Richtungsentscheidungen mitzubestimmen. Das Volk wäre nicht Zuschauer des politischen Betriebs, sondern dessen aktiver Gestalter.
Kritiker warnen vor Überforderung. Doch die Geschichte der Demokratie ist die Geschichte des Misstrauens gegenüber dem Volk – und seiner wiederholten Widerlegung. Man hat behauptet, Arbeiter seien nicht reif für das Wahlrecht. Man hat behauptet, Frauen seien nicht reif für das Wahlrecht. Man hat behauptet, breite Bevölkerungsschichten seien nicht reif für politische Verantwortung. Die Demokratie ist gerade dadurch gewachsen, dass sie solchen Vorurteilen widersprochen hat.
Natürlich braucht eine permanent plebiszitäre Demokratie Regeln: Transparenz, unabhängige Information, Minderheitenschutz, verfassungsrechtliche Grenzen und sorgfältig gestaltete Beteiligungsverfahren. Doch diese Voraussetzungen sprechen nicht gegen mehr Demokratie. Sie sind die Voraussetzungen für bessere Demokratie.
Wer behauptet, Bürger seien klug genug, Regierungen zu wählen, aber nicht klug genug, über Sachfragen zu entscheiden, gerät in einen Widerspruch. Wer dem Volk die Souveränität zuspricht, sollte ihr auch praktische Geltung verschaffen.
Eine Gesellschaft, die ihren Bürgern vertraut, gewinnt mehr als politische Entscheidungen. Sie gewinnt Verantwortung, Engagement und Identifikation mit dem Gemeinwesen. Menschen kümmern sich stärker um Dinge, über die sie tatsächlich mitentscheiden können. Politik wird nicht mehr als fernes Schauspiel wahrgenommen, sondern als gemeinsames Projekt.
Permanent plebiszitäre Demokratie ist daher nicht die Abschaffung der Demokratie, sondern ihre Vollendung. Sie beruht auf einer einfachen, aber radikalen Idee: Die Bürgerinnen und Bürger sind nicht Untertanen ihrer Regierungen. Die Regierungen sind Beauftragte der Bürgerinnen und Bürger.
Demokratie lebt nicht davon, dass das Volk gelegentlich gefragt wird. Demokratie lebt davon, dass das Volk dauerhaft gehört wird.
Soweit (wieder einmal) ChatGPT - und mir bleibt nur noch, abermals auf die entsprechende Petition zu verweisen:
Endlich gemeinsam Verantwortung übernehmen
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Amerika feierte.
Amerika feiert ja vieles. Den Unabhängigkeitstag. Den Super Bowl. Die Erfindung des Cheeseburgers. Nun also auch den Geburtstag seines Präsidenten – und weil Kerzen und Blaskapellen inzwischen etwas altmodisch wirken, veranstaltete man Käfigkämpfe im Weißen Haus.
Früher residierten dort Staatsmänner. Heute residiert dort das Fernsehen.
Der Präsident betrat die Arena unter dem Jubel seiner Anhänger. Eine Militärkapelle spielte etwas zwischen Nationalhymne und Werbejingle. Aus Lautsprechern dröhnte die Botschaft, dass dies die größte Geburtstagsfeier aller Zeiten sei. Das wurde im Laufe des Nachmittags noch achtzehnmal wiederholt. Wahrscheinlich stimmte es deshalb irgendwann.
Im Käfig standen sich die Gegner gegenüber.
In der ersten Runde kämpfte die Wahrheit gegen die Schlagzeile.
Die Wahrheit erschien pünktlich, leicht unterernährt und etwas verschüchtert. Die Schlagzeile kam mit drei Leibwächtern, einem Sponsorenvertrag und einer eigenen Kameracrew.
Der Kampf dauerte sieben Sekunden.
Die Zuschauer waren begeistert.
In der zweiten Runde trat der gesunde Menschenverstand gegen die Empörung an. Der gesunde Menschenverstand versuchte zunächst, einen Satz zu Ende zu sprechen. Das erwies sich als taktischer Fehler. Die Empörung gewann durch technischen K.-o.
Dann wurde es feierlich.
Mehrere Politiker stiegen in den Ring, um ihre Loyalität zu demonstrieren. Früher genügte dafür eine Rede. Heute muss man offenbar einen Klappstuhl schwingen.
Der Präsident lächelte zufrieden.
Man konnte es ihm nicht verdenken. Wer es schafft, die Politik in eine Mischung aus Zirkus, Wrestling und Dauerwerbesendung zu verwandeln, besitzt zweifellos organisatorisches Talent. Die Frage ist nur, ob dies die Eigenschaft ist, nach der man Staatsoberhäupter auswählen sollte.
Als die Veranstaltung zu Ende ging, wurde eine riesige Geburtstagstorte hereingefahren. Aus ihr sprang die Demokratie.
Sie wirkte etwas benommen.
Jemand fragte sie, wie es ihr gehe.
Die Demokratie blickte auf den Käfig, auf die jubelnde Menge, auf die Kameras und auf die Verkäufer von Fanartikeln.
Dann seufzte sie.
„Früher“, sagte sie, „hat man wenigstens noch so getan, als wäre das hier ernst gemeint.“
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Dies ist ein Text, den ChatGPT auf die Eingabeaufforderung "Schreib eine Satire über die Käfigkämpfe im Weißen Haus zu Trumps Geburtstag im Stil von Kurt Tucholsky" erstellt hat; den Zusatz "im Stil von Kurt Tucholsky" hat ChatGPT dabei selbst vorgeschlagen(!).
Das Bild stammt vom Bildgenerator "Google Gemini". Dass dieser dem alten Tucho (denn der soll es sein, der Trump im Schwitzkasten hält) eine Schiebermütze und einen Schnürres verpasst hat, müssen wir wohl unter "KI-Halluzinationen" verbuchen...
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Endstation
Ich habe mir mal den Spaß(?) bzw. das Experiment erlaubt, ChatGPT eine Kurzgeschichte schreiben zu lassen, deren Grundzüge (s.u.) mir bereits seit längerem (genauer gesagt aus meiner Zeit als DaF-Dozent in Polen 1992/1993, als ich sehr viel mit der Bahn unterwegs war) im Kopf herumgeisterte (und die ich vor vielen Jahren (anno 2009) hier in diesem Blog schon einmal relativ ausführlich skizziert hatte); das Ergebnis finde ich zwar höchstens halbwegs gelungen, aber immerhin gut genug, um es hier zur Disposition zu stellen - in Zeiten von "Young Adult" und ähnlichem Mist. (Die vielen Leerzeilen bzw. Ein-Satz-Absätze sind übrigens offenbar ein ganz eigenes Stilmittel von ChatGTP.) Also:
Prompt:
Schreibe eine unheimliche Kurzgeschichte mit folgendem Ausgangsszenario: Ein Mann steigt in einen Zug, schläft ein, wacht in der Nacht auf und stellt fest, dass er der einzige Passagier im Abteil, im Waggon und sogar im ganzen Zug ist.
Antwort:
Als Jonas in den Regionalzug stieg, war es kurz nach acht Uhr abends. Die Sitzplätze waren gut gefüllt, Menschen unterhielten sich gedämpft, Kinder spielten auf Tablets, und irgendwo klingelte ständig ein Handy. Er setzte sich ans Fenster, legte den Kopf gegen die Scheibe und schloss für einen Moment die Augen.
Der Moment wurde zu Stunden.
Als er erwachte, war der Zug dunkel.
Nicht völlig dunkel. Die Notbeleuchtung warf ein schwaches, gelbliches Licht über die Sitze. Draußen herrschte pechschwarze Nacht.
Jonas blinzelte und sah sich um.
Alle Plätze waren leer.
Er richtete sich auf. Sein Nacken schmerzte. Die Taschen und Jacken der anderen Fahrgäste waren verschwunden. Kein Flüstern. Kein Rascheln. Kein Summen von Kopfhörern.
Nur das monotone Rattern der Räder.
„Hallo?“
Seine Stimme klang seltsam gedämpft.
Keine Antwort.
Er ging durch das Abteil. Leer.
Durch die Schiebetür in den nächsten Wagen. Leer.
Der nächste. Ebenfalls leer.
Sein Unbehagen wuchs mit jedem Schritt. Der Zug schien endlos zu sein. Wagen um Wagen, alle verlassen. In einem Speisewagen standen noch Teller auf den Tischen, aber kein einziges Essen darauf. Als wären die Gäste mitten in der Mahlzeit verschwunden.
Schließlich erreichte er die Lokomotive.
Die Tür zum Führerstand stand offen.
Drinnen war niemand.
Der Fahrersitz war leer.
Trotzdem raste der Zug weiter durch die Nacht.
Jonas spürte, wie sich kalter Schweiß auf seiner Stirn bildete.
Er griff nach dem Funkgerät. Tot.
Kein Strom.
Und doch fuhr der Zug.
Er blickte durch die Frontscheibe hinaus. Die Schienen glänzten schwach im Mondlicht und verschwanden in der Dunkelheit.
Dann bemerkte er etwas Seltsames.
Seit einigen Minuten hatte der Zug keine Weiche, keine Brücke, keine Station passiert.
Nur dieselben Schienen.
Immer dieselben.
Er starrte hinaus.
Ein verlassener Bahnsteig zog vorbei.
Auf dem Stationsschild stand:
Waldeck.
Wenige Minuten später erschien erneut ein Bahnsteig.
Wieder:
Waldeck.
Und dann noch einmal.
Waldeck.
Immer dieselbe Station.
Immer derselbe Bahnsteig.
Jonas begann zu zittern.
Der Zug fuhr nicht irgendwohin.
Er fuhr im Kreis.
Da knackte plötzlich der Lautsprecher über ihm.
Ein Rauschen.
Dann eine Stimme.
„Nächster Halt: Waldeck.“
Die Stimme klang alt, als käme sie von einem Tonband, das Jahrzehnte in einem Keller gelegen hatte.
„Ausstieg nur für berechtigte Fahrgäste.“
„Was soll das heißen?“, flüsterte Jonas.
Keine Antwort.
Der Zug verlangsamte sich.
Zum ersten Mal seit seinem Erwachen.
Bremsen quietschten.
Draußen erschien erneut der Bahnsteig.
Waldeck.
Diesmal stand dort jemand.
Eine einzelne Gestalt.
Groß. Dürr.
Unbeweglich.
Das Gesicht lag im Schatten.
Die Türen öffneten sich zischend.
Die Gestalt stieg nicht ein.
Sie wartete.
Der Lautsprecher knackte erneut.
„Herr Jonas Becker.“
Sein Herz blieb beinahe stehen.
Er hatte seinen Namen niemandem genannt.
„Bitte aussteigen.“
Die Gestalt hob langsam den Kopf.
Jonas konnte ihr Gesicht nun erkennen.
Es war sein eigenes.
Nicht ähnlich.
Nicht verwechselt.
Es war exakt sein Gesicht.
Nur blasser.
Älter.
Und mit leeren Augenhöhlen.
Jonas stolperte rückwärts.
Die Türen schlossen sich.
Der Zug setzte sich wieder in Bewegung.
Er rannte durch die Wagen. Panisch. Atemlos.
Hinter ihm knackte jeder Lautsprecher gleichzeitig.
In jedem Wagen.
Immer dieselbe Stimme.
„Herr Jonas Becker.“
„Sie haben Ihren Halt verpasst.“
„Herr Jonas Becker.“
„Sie haben Ihren Halt verpasst.“
„Herr Jonas Becker.“
„Sie haben Ihren Halt verpasst.“
Er hielt sich die Ohren zu.
Der Zug beschleunigte.
Schneller.
Schneller.
Die Fenster wurden schwarz wie Tinte.
Nicht Nacht.
Etwas anderes.
Als hätte draußen die Welt aufgehört zu existieren.
Dann fiel sein Blick auf eine Zeitung, die auf einem Sitz lag.
Er hätte schwören können, dass sie vorher nicht dort gewesen war.
Mit zitternden Händen hob er sie auf.
Das Datum war von vor drei Tagen.
Auf der Titelseite stand eine Meldung:
„Schweres Zugunglück bei Waldeck. Alle Insassen des Nachtzuges verstorben.“
Darunter ein Foto.
Verbogene Waggons.
Rettungskräfte.
Und sein eigenes Gesicht.
Jonas starrte die Zeitung an.
Langsam hob er den Blick zum Fenster.
Im Glas spiegelte sich das Abteil.
Die Sitze.
Die Zeitung.
Und sonst nichts.
Von ihm selbst war kein Spiegelbild zu sehen.
Da erklang die Lautsprecherstimme ein letztes Mal, direkt hinter seinem Ohr.
Obwohl niemand dort stand.
„Endstation.“
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Letztlich eine Frage des Charakters
Anlässlich des veritablen Shitstorms, der mich bei Fratzbuch seit einer Woche umtost, habe ich mir wieder einmal die Frage gestellt, warum wir Linken offenbar von so vielen (womöglich sogar der Mehrheit?) als arrogant und abgehoben wahrgenommen werden...?
Zugegebenermaßen haben wir es den wirklich herrschenden "Eliten" (und die sind natürlich immer noch zumindest so rechts, dass sie an ihrer Vorherrschaft nicht rütteln lassen) teilweise allzu leicht gemacht, uns so darzustellen, als würden uns die Nöte und Ängste der "einfachen Leute" und alteingesessenen Mitmenschen weniger interessieren als die (vermeintlichen Luxus-)Probleme von "rich Kids" (LGBTQ+) und Einwanderern – was natürlich nicht stimmt (bzw. höchstens für eine sogenannte – Achtung: Klischee! – "Lifestyle-Linke", die in besseren Gegenden wohnt und ihre Kinder niemals auf sog. "Problemschulen" schicken würde).
Selbstverständlich haben echte, denkende, sich der Komplexität der Verhältnisse bewusste Linke immer schon versucht, neben den klassischen Unterdrückten (der "Arbeiterklasse") auch(!) die Betroffenen anderer Formen der Unterdrückung - Rassismus, Sexismus, Ableismus usw. – zu berücksichtigen und mit ihnen solidarisch zu sein - wobei all diese Phänomene natürlich m.o.w. zusammenhängen und ich (als klassischer Marxianer) meinen würde, der Hauptwiderspruch sei immer ein ökonomischer.
Leider gerieren sich viele frühere Linke mittlerweile allzusehr als Fürsprecher nur noch des abgehängten Teils ihrer Wählerschaft, und das heißt hierzulande (wie z.B. beim BSW): deutsche Staatsangehörige; dabei bräuchten wir doch gerade jetzt (im "Zeitalter der Globalisierung") die internationale Perspektive, denn was hülfe es den Arbeitern, Studenten und Rentnern in Deutschland, wenn ihre Bezüge steigen, solange das Elend im "globalen Süden" weiter zunimmt und es dadurch zu einem "globalen Bürgerkrieg" kommen muss...?
Am Ende geht es doch immer darum, ob wir darauf bestehen, die auf uns gekommenen Privilegien gegen die, welche ungerechterweise dafür zahlen und leiden, um jeden Preis zu verteidigen, oder ob wir bereit sind, die ererbten Errungenschaften gerecht zu verteilen - also ob wir eher egoistisch oder lieber solidarisch sein wollen – kurz: Arsch – oder Kumpel...?
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Dieses kleine Statement hatte ich gestern bei Fratzbuch gepostet, und da es seitdem schon ein paar Tausend Reaktionen und fast ebenso viele Kommentare* provoziert hat (erstere leicht überwiegend zustimmend, letztere dagegen teilweise hart an der Schmerzgrenze), stelle ich es (mehr aus archivarischen Gründen, denn Kommentare hinterlässt ja an dieser Stelle inzwischen niemand mehr bzw. höchstens noch meine eigene Wenigkeit) auch nochmal hier ins Netz.
Falls es dazu inhaltlich noch einer Klarstellung bedürfte, zitiere ich gerne auch noch meine Erläuterung, die ich so o.ä. den wenigen diskussionsbereiten (und nicht nur stumpf beleidigenden oder drohenden) kritischen Kommentaren als Erwiderung habe zukommen lassen:
Es gibt ganz bestimmt keinen guten Grund, diese Scheiß-Nazi-Partei zu wählen. Wer (zu Recht) den spätkapitalistischen Staus Quo überwinden möchte, hat diverse echte Alternativen auf der linken Seite des Parteienspektrums. Wer aber trotzdem diese hyperneoliberalen Faschisten à la Trump, Musk, Thiel & Co. ermächtigt, ist dann eben entweder dämlich oder ein Arschloch.
Das Gute: Dummheit (bzw. Unwissenheit) ist kein feststehender Charakterzug und kann durch Information und Kommunikation behoben werden - und so wie niemand als Nazi geboren wird, muss es eben auch keiner lebenslang bleiben.
Ach ja: Inspiriert wurde ich zu dieser "Einordnung" durch den Shitstorm, den meine Meinungsäußerung vom Tag zuvor (s.u.) ausgelöst hatte, v.a. auf der FB-Seite "Politik für Alle" (vormals "Sahra Wagenknecht ☆ Oskar Lafontaine Forum - Aktuell "), bei der ich (und nicht etwa die Scheißeproduzenten, trotz der dort aufgestellten Admin-Regel "AfD und Rassisten unerwünscht") mittlerweile gesperrt** wurde.
So dreht sich mittlerweile und nicht nur hierzulande der Wind... und wird allmählich zum (Volks)Sturm.

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* Laut FB-Statistik allein "4.906 Interaktionen (2.692 Reaktionen (davon immerhin 1.578 "Daumen hoch"), 2.115 Kommentare und 98 Geteilte Inhalte)" auf meiner eigenen Seite in einer knappen Woche - und in einigen "Gruppen" waren es noch erheblich mehr... Das fühlt sich ja fast schon wieder wie ein bisschen Relevanz an. 😉
** Die Sperre wurde inzwischen wieder aufgehoben.
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Wir Menschen neigen ja leider dazu, die eigenen Privilegien für selbstverständlich zu halten bzw. nicht einmal wahrzunehmen, wohingegen wir die die Privilegien der Anderen durchaus bemerken und auch gerne heftig anprangern.
Nur ein kleines Beispiel: Milliarden haben nicht den für uns im "reichen Westen" so selbstverständlichen Zugang zu Trinkwasser...
Wenn nun aber Menschen aus solchen bedauernswerten Umständen "zu uns" kommen, um für sich und ggf. ihre Familien ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu erreichen, gelten sie schnell als faule Schmarotzer, die uns den "wohlverdienten" (in Wahrheit natürlich unverdient ererbten, wenn nicht gar verbrecherisch angeeigneten) Wohlstand streitig zu machen.
Dies ist m.E. einer der Hauptgründe für den derzeitigen beklagenswerten und wahrlich existenzbedrohlichen weltweiten Erfolg rechtsradikaler Egoisten-Parteien wie hierzulande der Scheiß-AfD.
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- ein (selbst(?))kritischer Sechszeiler ohne Interpunktion
Es war einmal ne Leber
gehörte einem Eber
der fraß gern fett und süß
was Leber wachsen ließ
bis sie am End zerplatzte
wo Eber bei verratzte
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Wer mich kennt, weiß, dass ich einer der letzten Mohikaner (vulgo: Ewiggestrigen) bin, die grundsätzlich ohne "Smartphone" (sprich: Mini-Matrix) unterwegs sind - aus Gründen, die ich hier im letzten Jahrzehnt schon mehrfach dargelegt habe.
Allerdings muss ich gestehen: Seit einigen Jahren besitze ich doch so ein Ding (Dauerleihgabe eines Kumpels - Danke, lieber Peter!), das aber ohne SIM-Karte nur bei mir zu Hause rumfliegt und von mir nur für die ARD-Quiz-App (geschuldet meiner Schwäche für Gefragt - Gejagt; die App läuft allerdings auf dem alten Gerät schon lang nicht mehr) und leider auch für WhatsApp (da fast alle meiner spärlichen verbliebenen Kontakte beinahe nur noch darüber kommunizieren) benutzt wird.
Nun habe ich meine grundlegende Abneigung gegen die Ubiquität dieser zeitvernichtenden, realkommunikationsverhindernden und hirngrillenden Scheißteile in die Form einer Petition (jaja, dochdoch, welche Überraschung) gegossen und bitte natürlich wie immer um rege Beteiligung, also Mitzeichnung und Weiterverbreitung.
Fun Fact am Rande: Den Text der Petition habe ich von ChatGPT erstellen lassen. *Zwinkersmiley*
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"Für Abrüstung und ein friedensbereites Land" trafen wir uns ab 14 Uhr vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße, um dann ab 15 Uhr durch die Innenstadt zu demonstrieren; zur Abschlusskundgebung vor dem Rathaus sprachen u.a.: Elias (SDAJ Rheinland-Westfalen), Tim Engels (Düsseldorf, Rechtsanwalt), Amid Rabieh (Vorsitzender BSW NRW), Wa’el Jaber (Palästinensische Allianz), Michael Müller (Vorsitzender der Naturfreunde) und Günter Pohl (Freundschaftsgesellschaft Kuba); Veranstalter war das Düsseldorfer Friedensforum.
Es war wie zu erwarten (trotz enttäuschend geringer Teilnehmerzahl) ein breites Spektrum vertreten; anhand ihrer Fahnen konnte man erkennen: DKP, SDAJ, BSW, MLPD, KKE (KP Griechenlands), DEV-YOL (türkische Marxisten), PACE (Regenbogenfahne), DFG-VK, VVN; außerdem gab es neben einigen Friedenstauben viele Palästina-Flaggen, auch die Staatsflaggen von Kuba, Libanon(?), Syrien(??), Iran(?!?), dabei auch eine, die auf dem grün-weiß-roten Hintergrund nur den Schriftzug "IRAN", umrahmt mit zwei Herzen zeigte, sowie natürlich diverse Transparente; auch eine Fahne in den Farben der BRD-Trikolore, allerdings mit der Aufschrift “ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN ehe es zu spät ist” war vertreten, und natürlich ein paar engagierte "Omas gegen Rechts".
(Bei der Abschlusskundgebung hatten dann (neben Freidenkern, DKP, MLPD, BSW) auch die FKO (Föderation klassenkämpferischer Organisationen) und der Zambon-Verlag einen Stand.)
In gewisser Hinsicht bezeichnend war es, wer alles NICHT zu sehen war: Linke, Grüne, SPD, Gewerkschaften (nur ein alter griechischer Aktivist namens Antonis, der noch mit Mikis Theodorakis zusammen aufgetreten war, trug ein GEW-Käppi)…
Nicht so schön (neben der schon erwähnten Iran-Mullah-Flagge): Irgendwelche Verwirrten verteilten BüSo-Flugblätter, und mehrere rechte Influencer ("Weichreite" alias Sebastian Weber, ein AfD-Abgeordneter aus Sachsen, sowie "Utopia TV Deutschland", ein ebenfalls AfD-nahes Duo) liefen auf der Demo herum und machten Interviews im Life-Stream, u.a. mit einigen mir bekannten undogmatischen Linken (z.B. oben erwähnter Antonis), die eventuell nicht wussten, mit wem sie sich da einließen; ihren über dreeinhalbstündigen Mitschnitt auf YouTube, den ich zugegebenermaßen gestern teilweise angeschaut habe und auf dem ich auch ein paarmal kurz durchs Bild laufe, verlinke ich hier jetzt ganz bewusst nicht, aber zumindest haben sie ihre Interviewpartner ausreden lassen und ihre rechten Kommentare ("Wieso demonstriert hier keiner für Deutschland?" usw.) "nur" zwischendurch abgelassen.
Schräg gegenüber (und dann an verschiedenen Stellen des Zuges sowie bei der Abschlusskundgebung) hatte sich zur inzwischen wohl unvermeidlichen Gegendemo einige Antideutsche (“Kö-Antifa”, die sich ehrlicherweise in "Kö-Antiko(mmunisten" umbenennen müsste) postiert, demonstrierte FÜR den Krieg Israels gegen Gaza und Iran und pöbelte die Friedensbewegten gewohnt laustark an; dabei zeigte sie Israelische Staatsflaggen (auch abgewandelt in weiß-rosa), IDF-Banner (Israel Defense Forces), Schah-Flaggen und diverse Transparente.
Und am Hauptbahnhof selber hatte sich (wie seit Anfang März jeden Samstag) eine Pro-Schah-Demo versammelt, die dann zum Burgplatz zog und die sich teilweise mit den Antideutschen zusammentat - hier dominierten natürlich auch Schah-Flaggen, Israel-, USA- und Doitschland(!)-Fahnen das Bild.
Als ich im Verlauf des Zuges die Gegendemonstranten, bei denen auf einem Transparent zu lesen stand "Man demonstriert nicht gemeisam mit Nazis. Niemals!", fragen wollte, ob sie es nicht widersprüchlich finden, die Nazionalfahnen Israels mit seiner gegenwärtigen faschistischen Netanjahu-Regierung zu schwenken, wurde ich angebrüllt und weggeschickt; sachliche Auseinandersetzung ist dort offenbar nicht gewünscht. Immerhin: Eine sehr ungehaltene Dame machte mich auf die (von mir bis dahin gar nicht wahrgenommene) Iran-Mullah-Fahne aufmerksam, die ja wohl "viel schlimmer" sei. (Tatsächlich finde auch ich das Zeigen von Nazionalflaggen auf solchen Demos unangemessen bis Scheiße; bei Palästina-Fahnen sehe ich das allerdings etwas differenzierter, da sie keinem faktischen Staatsgebiet und keiner tatsächlichen Regierung entsprechen).
Überhaupt hatte das Palästina-Thema auch bei der Ausstaffierung des Demo-Wagens (zeigte u.a. Jassir Arafat) und auch später bei den Sprechchören, wie ich finde, einen unangemessen großen Raum eingenommen und drohte das allgemeine Thema "Frieden" fast etwas zu überlagern. Gut war allerdings die kleine dreiköpfige Band, die u.a. das Einheitsfrontlied und die Moorsoldaten zum Besten gab.
Die Abschlusskundgebung, bei der sich viele Mitlaufende schon gar nicht mehr eingefunden hatten, war dann ein bisschen überschattet von dem lärmigen und etwas eskalierenden Wortgefecht, dass sich die Palästinenser:innen und deren Sympathisant:innen mit den israelverherrlichenden Antideutschen und einigen zu ihnen stoßenden Schah-Monarchist:innen lieferten, und wurde dann leider schon sehr (zu) zeitig beendet, womit sie Letzteren leider das Feld überließen.
Fazit: Die Linken müssen wieder mehr gemeinsam auftreten, um aus der Defensive zu kommen - und eventuell stimmt sogar der (oft und wahrscheinlich fälschlicherweise Ignazio Silone zugeschriebene und auch auf der Demo häufiger zitierte) Spruch «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.» ja doch (ein bisschen)...?
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Das Apfelmännchen lässt grüßen: Eine Fahrt durch die absolut faszinierende Mandelbrot-Menge...
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Bekanntlich hat der große (und leider viel zu früh verstorbene) Robert Gernhardt bereits 1990 in seinem fulminanten Vorwort zu Reim und Zeit darauf erkannt, dass es für die grundlegende Vokabel "Mensch" im Deutschen kein Reimwort gäbe; ich zitiere hier im größeren Kontext:
»Was bleibet aber, stiften die Dichter« – wirklich? Ist es nicht vielmehr die Sprache selber, die das Dichterwort schamlos gängelt, indem sie hier Zusammenhänge verwehrt, dort in geradezu unsinniger Menge stiftet? 129 Reimwörter führt der »Steputat« für die eigene Endsilbe »-at« an, von »Achat, Advokat, Aggregat« über »Rat (Titel), Rat (Hinweis), Rat (Körperschaft)« bis hin zu »ich lad, ich schad, ich verrat«. Dementsprechend breit kann der Dichter nichtsnutzige Vorgänge wie den folgenden ausmalen: »Der Advokat aß grad Salat, als ihm ein Schrat die Saat zertrat.«
Nichts aber fiele dem gleichen Reimer ein, äße da nicht ein windiger Rechtsverdreher, sondern ein schlichter, dabei aber doch so unendlich viel wichtigerer »Mensch« seinen – ja, was eigentlich? Bekanntlich wissen weder der »Steputat« noch die deutsche Sprache einen Reim auf Mensch, und selbst ein so gewitzter Wortsucher wie Peter Rühmkorf wurde erst im Plural fündig:
Die schönsten Verse der Menschen
– Nun finden Sie schon einen Reim! –
Sind die Gottfried Bennschen:
Hirn, lernäischer Leim.
Nun fiel mir aber auf, dass der auf seinem Gebiet nicht minder große (und zum Glück noch nicht verstorbene) Funny van Dannen bereits 1995 dem Desideratum nachgekommen ist und in seinem schönen Lied Lebewesen einen (wenn auch dem Englischen entlehnten) Reim gefunden hat - ich zitiere wiederum im größeren Kontext:
Du siehst sie und du siehst sie nicht
sie leben im Schatten und sie leben im Licht
sie gehen ein und sie gehen aus
sie ziehen in die weite Welt hinaus
sie denken nach und sie suchen den Sinn
manche scheißen überall hin
Lebewesen, Lebewesen
bist du schon mal eins gewesen
hast du schon mal eins gekannt
kam es aus einem andern Land
Vor dem Tresen hinterm Tresen
überall sind Lebewesen
Lebewesen sind modern
manche hab ich wirklich gern
Du hörst sie und du hörst sie nicht
sie krähen wenn der Tag anbricht
sie leben im Wasser und auf dem Land
sie haben Instinkte und sie haben Verstand
sie brauchen Nahrung und irgendwann
fangen sie ein neues Leben an
Du kennst sie und du kennst sie nicht
sie haben ein Gesicht das spricht
sie fliegen hoch und sie liegen im Dreck
sie sind kurz da und lange weg
sie heißen Milbe und sie heißen Mensch
sie leben zusammen auf einer Ranch
q.e.d.
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Zum gegenwärtigen Eiertanz um Grönland habe ich eigentlich nur eins anzumerken:
Kolonialismus ist immer Scheiße - ob er nun von den USA kommt oder von Europa (in diesem Falle Dänemark)...
... und es wäre doch tatsächlich allmählich Zeit, auch in den letzten kolonialen Gebieten die dortigen Bevölkerungen darüber abstimmen zu lassen, ob sie lieber unabhängig werden oder aber in einer wie auch immer gearteten Teilautonomie bei "ihren" jeweiligen Kolonialherrenstaaten verbleiben (bzw. sich irgendeinem anderen staatlichen Gebilde anschließen) wollen.
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Ein Quiz-Alptraum
Es ist bereits jetzt eine historische Sendung, wie Moderator Alexander Bommes mit routinierter Begeisterung ausruft, denn die ersten drei Kandidat:innen haben ordentlich vorgelegt, sich nämlich allesamt in den “Fünftausenderclub” gequizzt und dann gezockt und gewonnen; so liegen also schon sagenhafte achtzigtausend Euro auf dem Konto. Und nun kommt der vierte und letzte Kandidat: Ole, Sozialpädagoge aus Oldenburg.
Bei der Vorstellung erläutert er seine spezielle Strategie: Möglichst schnell sein, um etwaige falsche Antworten durch Tempo wettzumachen. Seine Schnellraterunde läuft dann aber irgendwie gar nicht gut, und am Ende der sechzig Sekunden hat er tatsächlich keine einzige Frage richtig beantwortet; damit das Spiel für ihn weitergehen kann, bekommt er deshalb fünfhundert Euro “geliehen”, die laut Reglement im Gewinnfall wieder abgezogen würden.
Der heutige Jäger Sebastian Klussmann, genannt "der Besserwisser”, macht sich den Spaß, angesichts der bereits sehr hohen potentiellen Gewinnsumme nach unten eine kleine (in Wahrheit natürlich ziemlich große) Frechheit anzubieten: Minus siebzigtausend Euro! Nach oben dagegen (um auf Hundert aufzurunden und angesichts des erspielten – beziehungsweise ja eben nur geliehenen – Ausgangsbetrages immerhin eine großzügige Vervierzigfachung): Zwanzigtausend Euro!
Aber das ist Ole zu wenig; wie er leicht indigniert feststellt, hätte seine Vorgängerin ja schon Dreißigtausend angeboten bekommen (die hatte allerdings auch sensationelle Sechstausend in ihrer Schnellraterunde geschafft). Stattdessen würde er, “um das Team im Finale unterstützen zu können” (Kameraschnitt auf fassungslose Gesichter dortselbst wie beim Moderator), “doch lieber runtergehen”; zehntausend Euro seien schließlich auch eine ganze Menge Geld, und zu viert hätten sie doch noch viel größere Chancen als zu dritt. (Er scheint das tatsächlich zu glauben.)
Mit versteinerten Mienen müssen die anderen drei Kandidat:innen nun miterleben, wie Ole im Einzelduell wieder rein gar nichts weiß, hin und wieder allerdings zufällig richtig rät und sich so im Schneckentempo der Finalteilnahme nähert, während der Besserwisser feixend und sich immer mehr beömmelnd stets die bescheuertste und falscheste Antwort auswählt, um – wie er jedesmal variantenreich betont – am Ende nicht um Achtzig-, sondern eben nur um Zehntausend Okken spielen zu müssen.
Uns so kommt es, wie es kommen musste: Im Finale buzzert Ole unbeirrt weiterhin seiner vermeintlich genialen Strategie folgend immer sofort los, um dann natürlich mehr oder weniger falsch zu liegen; ist ihm einer der Kollegen in wachsender Verzweiflung beim Buzzern zuvorgekommen, ruft Ole seine plötzlich sogar einmal richtige Antwort unberechtigterweise in die Runde und ruiniert so auch die richtigen Repliken der Anderen, die sich zunehmend empört und schließlich schon unangenehm in Ton und Lautstärke bemühen, ihn von seinem kontraproduktiven Treiben abzuhalten – freilich ohne den geringsten Erfolg. Am Ende der zweiminütigen Finalrunde stehen dann die vier Zähler vom Anfang; kein einziger Punkt ist dazugekommen. “Klussi”, dem inzwischen auch das Lachen vergangen ist, beendet das Desaster gnädigerweise sang- und klanglos mit einem Durchmarsch innerhalb von fünfzehn Sekunden – ein neuer Rekord.
Es soll dann aber trotzdem noch ein sehr schöner Abend geworden sein.
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➥ Zur Petition Weiterentwicklung: Demokratie
➥ Das Prinzip Permanentes Plebiszit
We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski





