Ente am Ende
Weisheit und Irrtum
Samstag, 11. Januar 2014, 15:06

Leserbrief zum Artikel Bürgers Begehren von Jürgen Kaube in der FAZ vom 10. Januar 2014, S. 29, der mit folgendem Absatz schließt:
Es hat eine eigen Weisheit, wenn in der Demokratie alle vier Jahre nachgezählt wird, wer - und nicht: welche Ansicht - mehr Stimmen hat. Die Behauptung, es trage zu ihr bei, auch dazwischen die Meinungen der Bürger zu erheben, vor allem aber: es gebe inzwischen verlässliche Mittel dazu, ist irrig.

Natürlich ist Vieles, was uns in den Kommentarspalten begegnet, lächerlich bis erschreckend. Aber Verantwortungsbewusstsein kann eben erst entwickeln, wer wirklich auch Verantwortung trägt (bzw. zugestanden bekommt).

Der Parlamentarismus ist (wie Dietmar Dath einmal ganz richtig bemerkt hat) ein Überbleibsel aus der Zeit der Französischen Revolution, als die Höchstgeschwindigkeit der Kommunikation jene eines reitenden Pferdes und es nicht (wie heute) möglich war, Nachrichten und Entscheidungen quasi in Echtzeit (oder auch nur per Telegraf oder Telefon) zu übertragen.

Die technischen Mittel für eine echte, plebiszitäre Demokratie, in der alle Betroffenen über die sie betreffenden Fragen gleichberechtigt mitentscheiden könnten (und sei es zunächst auch nur über einen "Like/Dislike-Button"), sind längst vorhanden - es fehlt nur das gegenseitige Vertrauen und vor allem der Wille derer, die heute hinsichtlich Macht (und Geld) privilegiert sind, dies durchzusetzen.

senf dazu


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Das Prinzip Permanentes Plebiszit

Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

Charles Bukowski



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