[aʊχ das nɔχ]
Der Wahlkrampf hat begonnen:
Ein paar Binsenweisheiten* über Nationen
Samstag, 4. März 2017, 10:37

Der Begriff der Nation ist noch relativ jung und die Idee des Nationalstaates eine Hinterlassenschaft der französischen Revolution. War diese einst vor über 200 Jahren durchaus fortschrittlich, so muss sie spätestens seit den beiden Weltkriegen als Vehikel für Reaktion und Faschismus gesehen werden.

Menschen mit gemeinsamer Muttersprache können wir Sprachgemeinschaft nennen oder auch Nation („Nationalsprache“). Darüber hinausgehende „Nationalcharaktere“ allerdings sind immer zweifelhafte Konstrukte, die meist zu Zwecken der Exklusion (Ausgrenzung und Abwertung jener, die „nicht dazugehören“) verwendet werden. Dabei ist es im Einzelfall meist schwierig bis unmöglich, klar zu definieren bzw. Einigkeit darüber zu erzielen, wer oder was zu einer Nation gehört und wer oder was nicht.

Letztendlich sind wir alle Bewohner dieses geschundenen und ausgebeuteten Planeten, und der Versuch, der Globalisierung der „Märkte“ (also des Kapitalismus) durch einen Rückzug ins Nationalstaatliche und dessen Aufwertung zu begegnen, ist zum Scheitern verurteilt und kann nur zu Gewalt und Krieg führen.

Um es mit einem Zitat von Pink Floyd zu sagen:
Together we stand – divided we fall…



* Hier gibt es noch mehr Binsen...

senf dazu


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Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

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