[aʊχ das nɔχ]
Der Wahlkrampf hat begonnen:
Ein paar Binsenweisheiten* über Freiheit
Donnerstag, 16. März 2017, 18:16

Freiheit ist ein großes Wort – und kann vielerlei bedeuten: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Reisefreiheit...

„Frei“ sein bedeutet erstmal „nicht gefangen“ – aber sind wir nicht alle gefangen in unserer eigenen Welt und unseren Vorstellungen?

Das Recht auf die freie Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes (Reise- und Niederlassungsfreiheit) nennt sich „Freizügigkeit“ und scheint uns im „Freien Westen“ selbstverständlich. Als BRD-Bürger kann ich tatsächlich fast überall hin reisen (sofern ich es mir leisten kann) und mich meist auch dort niederlassen – für Eingeborene ärmerer Länder (z.B. unsere beliebten Reiseziele Marokko, Tunesien, Ägypten, Kenia, Thailand usw.) gilt dies umgekehrt allerdings nicht automatisch, sondern nur für die sehr Betuchten unter ihnen; alle anderen sind nicht erwünscht, es sei denn, sie haben eine gute Ausbildung in einem hier nachgefragten Beruf.

Was aber bedeutet es, wenn ein Arzt, Ingenieur oder Informatiker z.B. aus Indien nach Deutschland kommt, um hier zu arbeiten? Es bedeutet, dass Deutschland als Staat und Gesellschaft sich auf Kosten Indiens bereichert, denn eine gute Ausbildung kostet viel Geld – und dies war übrigens auch der Grund, warum die DDR seinerzeit die Mauer gebaut hat: um diesen ruinösen Brain Drain (Wegzug gut und kostspielig ausgebildeter Fachkräfte in den „Goldenen Westen“) zu stoppen.

* Hier gibt es noch mehr Binsen...

senf dazu


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Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

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