Ente erzählt ... ... ... ... ...
Werden wir das überleben?
Freitag, 8. Juni 2018, 21:25

Täuschen wir uns nicht: Der Krieg ist längst im Gange. Der Krieg derjenigen, die Macht und Geld im Überfluss besitzen, gegen die große Mehrheit (die 99%) derer, die dabei übervorteilt (und jämmerlich schlecht verwaltet und regiert) werden, und die deshalb gegeneinander aufgehetzt (und letztlich dezimiert) werden müssen.

Mit Verschwörungstheorien fing es an, dass die vernünftigere, verantwortungsbewusstere, progressivere, „linkere“ Bevölkerungshälfte systematisch infiltriert, verwirrt und gespalten wurde. Es klingt vielleicht selber wie eine Verschwörungstheorie, aber den knallharten skrupellosen Ultrarechten (Inbild: Donald Trump) konnte kaum besseres passieren, als dass vermeintlich kritische Köpfe plötzlich oder allmählich irgendwelchen Truthern aus dem Internet alles für bare Münze, abkauften, von Chemtrails über Rothschilds bis hin zu Reptilienmenschen, und so z.B. die Friedensbewegung komplett zu spalten. Aktiven wie Jutta Ditfurth oder Dieter Dehm nehme ich ihre aufrichtige Haltung jederzeit ab, aber bei aller Brillianz in der Systemtheorie versagen solche Linken darin, gemeinsam pragmatische Schritte zu unternehmen; so liegt die internationalistische emanzipative Linke in Agonie, während rückwärtsgewandte Konzepte Nationalismus, Rassismus, Härte und Militär durchgesetzt werden.

Könnte das Problem sein, dass es den Linken an Führungspersönlichkeiten fehlt? Das sollte eigentlich kein Fehler sein, denn das Ziel linker Politik ist die gleichberechtigte Selbstbestimmung aller, und Parteien und Hierarchien, die uns von außen aufgezwungen werden, sollten auch auf unserem Weg zu diesem Ziel (echte Demokratie, Sozialismus, Kommunismus… wie auch immer) nicht unsere Organisationsformen bestimmen.

Wir machen uns lustig über sogenannte „Influencer“, die Millionen von Kiddies ihre Werbung verkaufen; aber sind nicht auch Figuren wie Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht (bei aller politischen Sympathie) nicht immer letztendlich auch Vermarkter ihrer selber? Das ist das Dilemma der 99% - alle, die sich zu ihren Sprechern machen, wechseln qua Prominenz faktisch fast zwangsläufig ins Lager des einen, einflussreicheren Prozent, und es ist sicher sehr schwer bis unmöglich, sich davon kein bisschen korrumpieren zu lassen. Ich selber kenne wie wahrscheinlich die meisten das schöne Gefühl und das Streben nach Anerkennung, nach Zustimmung; Likes sind angenehmer als Dislikes oder gar keine Reaktion.

Wir alle, die wir so einzigartig und gemeinsam so zahlreich sind, wollen bedeutend sein. So müssen wir uns zusammentun und die Bedeutsamkeit gerecht unter uns aufteilen.

Stellen wir uns Ein Verfahren zur zeitgemäßen Ermittlung des demokratischen Mehrheitswillens vor, eine Kombnination aus Google News, Wikipedia und Facebook: Ein Newsfeed, an dem jeder mitschreiben, kommentieren und mitentscheiden dürfen, wobei die Ergebnisse (Mehrheitsverhältnisse) in reale Politik umgesetzt werden.

So könnten wir unser Zusammenleben selber gestalten - regional (wer wohnt mit wem zusammen, wer ist dran mit Aufräumen), kommunal, global (zum Mars fliegen oder lieber erstmal versuchen, diesen Planeten bewohnbar zu erhalten)? Wir könnten abstimmen, was an Produktion unmd Konsum notwendig, verzichtbar oder gar schädlich ist, und wie wir die dafür verbleibende notwendige Arbeit organisieren und aufteilen. Wir könnten es so gut haben...

senf dazu


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Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

Charles Bukowski



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