Ente am Ende
Maschmeyer bei Maischberger:
Journalistische Bankrotterklärung
Donnerstag, 22. März 2012, 09:51

Vom Fernsehen im Allgemeinen und der ARD-Talkschiene im Besonderen bin ich ja viel Kummer und Unrat gewohnt; aber was da am Dienstagabend aus dem Kasten quoll, hat selbst mir die Sprache verschlagen und den Mageninhalt den Hals hinaufgetrieben, so dass ich bereits erheblich vor Ende der Sendung ausschalten und mich einen geschlagenen Tag lang erholen musste.
Da saß dieser selbsternannte "Menschenfreund" Maschmeyer, seines Zeichens Drücker-, Abzocker- und Bestecher-König sowie das Urbild des Unsympathen, eine geschlagene halbe Stunde allein(!) der Gastgeberin gegenüber und durfte in schleimigster Manier sich selbst und sein neues "Buch" (ein offenbar selten beschissenes Machwerk mit dem aufschlussreichen Untertitel "ERFOLG REICH LEBEN") bewerben, wobei ihm die Ex-Journalistin Maischberger servil zur Seite saß, stand und sprang - und dann kamen auch noch die üblichen Verdächtigen dazu und machten die Sache womöglich noch schlimmer: der ohne jeden Grund vollkommen selbstverliebte Herr Hunzinger, der diesmal stolz herauskrähte, dass er sogar zwei(!) Ehrendoktortitel führe (das ist der "PR-Berater", der damals - seine wahrscheinlich einzige gute Tat, natürlich unabsichtlich begangen - den Volldeppen Scharping ins gesellschaftliche und politische Abseits gestellt hatte und übrigens kürzlich erst lauthals die Ansicht verkündete, die Partei der Linken gehöre verboten); der unvermeidliche Herr Grupp in seiner Paraderolle als "ehrlicher" und "guter" Unternehmer (der seine Untergebenen unter Tarif bezahlt und also genau so ein mieser Ausbeuter ist wie Diejenigen seines Standes, denen er in selbstgerechtester Art immer wieder vorwirft, sie würden den "Standort Deutschland" kaputtmachen, indem sie Arbeitsplätzchen "ins Ausland verlagern"); dazu noch irgendein alter Keks von der SPD, der als deren "soziales Gewissen" vorgestellt wurde (als hätten die noch eines) und an dessen Namen ich mich nicht erinnern will; sowie Frau Wedekind, ehemalige Chefredakteurin der "Bunten", die immerhin am Ende sogar ein wenig Kritik an dieser unsäglichen Werbeveranstaltung geübt haben soll - da lag ich aber wie beschrieben schon längst mit schwerer Magenverstimmung im Bett.

Ach, übrigens: Wer das "Buch" von Carsten Maschmeyer kauft, ist doof (bitte weitersagen)

senf dazu



txxx666, 2022.08.01, 17:01
Jetzt hat dieses neoliberale Astloch auch noch ein Kinderbuch geschrieben...
senf dazu
 
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