Ente am Ende
2. Überzeugungen
Freitag, 1. Februar 2013, 10:14

(a) Alle Menschen sollten, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten die gleichen Rechte und Chancen erhalten. Politisch richtig (=vernünftig) ist, was den (nicht nur materiell verstandenen) allgemeinen Wohlstand maximal befördert.

(b) Vier Augen sehen mehr als zwei; zwei Köpfe wissen mehr als einer. Ein Mehrheitskonsens hat in der Regel der Fälle größere Aussichten, richtig zu liegen, als die Entscheidung eines Einzelnen (und sei dieser noch so kompetent und wohlmeinend).

(c) Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder sollte in der Regel am besten wissen, was für ihn gut ist, und ein vernünftiger, aufgeklärter Egoismus ist unter dem Primat der Gleichheit auch die beste denkbare Voraussetzung für allgemeine Solidarität (kategorischer Imperativ). Im allgemeinen Interesse sollte jeder tun dürfen, was er möchte, solange er dadurch die Freiheit anderer Menschen nicht beeinträchtigt.

(d) Die Menschen sind besser als ihr Ruf. Wer ihnen hinsichtlich der Fähigkeit zur politischen Selbstbestimmung das nötige Verantwortungsbewusstsein abspricht, übersieht oder will aus eigenem Interesse übersehen, dass sich ein Bewusstsein nur von etwas bilden kann, was auch existiert. Verantwortungsbewusstsein kann sich also nur als Folge von Eigenverantwortung einstellen und darf nicht als deren Voraussetzung eingefordert werden. (Vgl. unten: 8. Plebiszitäre Rechtsprechung, Beispiel „Todesstrafe“)

(e) Die weltweiten Ressourcen würden bei gerechter Verteilung (und unter Wegfall der Ausgaben, die für die Zementierung der Unterschiede, wie Rüstung, Sicherheitssysteme usw., sowie der Verschwendungseffekte von Überproduktionen) nicht nur ausreichen, um weltweit mindestens den durchschnittlichen Lebensstandard heutiger wohlhabender Staaten zu gewährleisten, sondern dies bei vernünftiger Bewirtschaftung auch in Zukunft und sogar für eine moderat steigende Weltbevölkerung.

(f) Die technischen Voraussetzungen für eine maximale gleichberechtigte Selbstbestimmung aller menschlichen Gemeinschaften bis hin zur Weltbevölkerung sind gegeben; es liegt nur daran, die politischen und ökonomischen Voraussetzungen zu schaffen. Dieses wäre im Zuge eines evolutionären Entwicklungsprozesses innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen. Bei einer revolutionären Umwälzung dagegen würden erfahrungsgemäß an Stelle der alten Unrechtsstrukturen neue, ebenso undemokratische Verhältnisse entstehen.

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senf dazu



malone70, 2019.05.26, 22:46
Das teile ich im Prinzip. Aber deine Ideale sind doch sehr geprägt von westlichen, aufklärerischen, humanistischen Anschauungen. Die wirst du nicht innerhalb von ein oder zwei Dekaden an eine patriarliasche, archaisch geprägte Gesellschaft vermitteln können.

Ich glaube, dass diese Ideale gar nicht so exklusiv westlich sind und den allermeisten Menschen einleuchten würden.
Natürlich gibt es immer diejenigen, die vom Status Quo (zu) profitieren (meinen) und daher jeden Fortschritt mit allen Mitteln bekämpfen...
senf dazu
 
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