Ente am Ende
Ein paar ungeordnete Gedanken zur US-Wahl
(Gleichzeitig der verzweifelte Versuch, Positives zu entdecken...)
Mittwoch, 9. November 2016, 11:12


Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten“? Von wegen!

„The Donald“ – also eigentlich Onkel Dagobert – ausgerechnet dieses Sinnbild der reinen kapitalistischen Lehre (lies auch: Leere) soll nun den Opfern der neoliberalen Globalisierung ein bescheidenes Stückchen vom großen Kuchen zurückgeben?!?

Die Mehrheit hat sich gegen das Establishment entschieden; wäre Sanders gegen Trump angetreten, hätte er vielleicht gewonnen…?!

Gewonnen hat (Wahlanalysen zufolge) der Kandidat des weißhäutigen, wenig gebildeten, männlichen, unterprivilegierten, chauvinistischen Amerika – und die Rechtspopulisten in Europa gratulieren fleißig; aber da Trump seine ganzen Wahlversprechen kaum wird halten können, wird seine Amtszeit womöglich die Entzauberung des Rechtspopulismus bringen.

Oder wird Trump seine Wahlversprechen doch wahrmachen und mit dem Bau einer gigantischen Mauer Millionen neuer Jobs schaffen? #Hitler #Autobahn

Wenn jetzt viele Intellektuelle und Progressive aus den USA emigrieren, könnten davon neben Kanada auch Europa und andere Weltgegenden profitieren.

Da Pöbelei offenbar ein wahlstrategisches Erfolgsmodell ist, schlage ich den begnadeten Pöbler Serdar Somuncu zum nächsten Bundespräsidenten vor – denn der ist wenigstens schonungslos ehrlich (und nicht rechts).

senf dazu



birgitdiestarke, 2016.11.09, 17:42
Wenn die Mauer von den Mexikanern bezahlt werden soll, werden da wohl keine Arbeitsplätze in Amerika bei rausspringen.

Mein Spitzenkandidat wäre seinerzeit Loriot gewesen ... ;o)

Wieso? Die Mexikaner werden natürlich gezwungen, den Texanern US-Mindestlöhne zu zahlen.

Loriot hätte ich natürlich auch für den Idealkandidaten gehalten - oder von den noch Lebenden Helge Schneider, der würde sicher auch schöne Reden halten.
senf dazu
 

txxx666, 2016.11.09, 19:26
Wenn die Leute merken, dass ihr Hero Trump noch mehr Establishment ist als Obama und Clinton zusammen und alle seine Wahlversprechen nur (clever gemachte) Show waren, werden sie vielleicht (hoffentlich) nächstes Mal Bernie Sanders oder eine(n) seinesgleichen wählen, auch als unabhängigen Kandidaten - oder aber sie laufen im großen Stil Amok...
senf dazu
 

txxx666, 2016.11.10, 12:40
Das nenne ich mal eine noble und ermutigende Geste:
Bernie Sanders hat Trump seine Hilfge angeboten - unter der Voraussetzung, dass dieser wirklich etwas für die Armen im Lande tun wolle; wenn Trump allerdings mit seiner rassistischen, sexistischen und wenig grünen Politik fortfahre, werde er ihn energisch bekämpfen.
senf dazu
 

txxx666, 2016.11.11, 10:10
Ich glaube, Trump hat die ganze Wahl mehr wie eine große Fernseh-Show angesehen, so etwa nach dem Motto "Wer wird Präsident?" ("Who Wants to Be a President?"), und da hat er einfach alle Register gezogen, um gewählt zu werden - allzu ernst war das alles sicher nicht immer gemeint.
Allerdings werden jetzt viele seiner Wähler, die so einfältig waren, ihn wirklich ernst zu nehmen, auf den Bau der großen Mauer, Massenausweisungen und so weiter warten - und wenn dies nicht bald passiert, könnten solche (meist schwer bewaffneten) Psychopathen vielleicht sehr ungemütlich werden...
senf dazu
 
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