Ente am Ende
Die "Corona-Krise" als Krise der sogenannten „Repräsentativen Demokratie“
Freitag, 7. August 2020, 09:52

Unabhängig davon, wie (un)gefährlich das COVID-19-Virus tatsächlich ist und wie sinnvoll die dagegen verhängten Zwangsmaßnahmen wirklich sind, lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es (ähnlich wie bereits in der sog. „Flüchtlingskrise“ 2015ff) zu einer großen Entfremdung von m.o.w. großen Teilen der Bevölkerung („Wutbürger“, „Corona-Rebellen“) und den Regierenden gekommen ist.

Es mag sein, dass eine große Mehrheit die „AHA-Regeln“ befürwortet – aber Umfragen sind eben keine Abstimmungsergebnisse, und viele zweifeln offenbar an deren Repräsentativität (oder gleich komplett am Wahrheitsgehalt solcher Verlautbarungen der etablierten Institutionen und Medien (vulgo „Lügenpresse“)).

Gäbe es das Instrument des Plebiszits, und zwar nicht nur als höchste selten gewährte Ausnahme, sondern als permanent, tagtäglich geübte Form der Mitbestimmung, wären Proteste gegen mehrheitlich beschlossene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sicherlich weit weniger heftig. Vor allem wäre es aber auch möglich, für die sorgloseren Minderheiten Formen des Zusammenlebens zu finden, welche die einen nicht gefährden, die anderen dagegen nur minimal einschränken.

Nehmen wir an, zwei Drittel der Bevölkerung wäre für die Maskenpflicht, ein Drittel dagegen – warum sollten nicht Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel dementsprechend darauf ausgerichtet sein? Es könnte z.B. jeder dritte Zug oder jeder dritte Supermarkt (bzw. ein Drittel der Öffnungszeit oder ein Drittel der Waggons) für Unmaskierte reserviert sein.

Schulen könnten zwei (oder mehr) Modi des Unterrichts einführen – einmal für AHA-Regeleinhaltende und andererseits für die sorgloseren Regelverweigernden; ähnlich wäre es in größeren Betrieben möglich. Es könnte tatsächlich eine Art freiwillige Apartheid entstehen, und am Ende würde sich herausstellen, welche Gruppe besser durch die Krise gekommen wäre – wobei natürlich jeder Einzelne jederzeit seine Ansicht (und damit „Gruppenzugehörigkeit“) ändern könnte und sich auch die (plebiszitär festgestellten) Mehrheitsverhältnisse täglich ändern würden.

Was wir also bräuchten, mehr als die Corona-App, wäre eine Direkte-Demokratie-App, eine Mitbestimmungs- und Selbstverwaltungs-App – und natürlich auch die Möglichkeit, in den (tatsächlich oft allzu obrigkeitsnahen öffentlich-rechtlichen Massenmedien) gleichberechtigt mitzudiskutieren und auch sehr abweichende Meinungen zu veröffentlichen und zur Debatte zu stellen.

Damit würden wir wahrscheinlich nicht nur besser durch die Pandemie kommen – wir würden vor allem eine Chance haben, die mannigfach uns als Menschheit sonst noch bedrohenden Gefahren möglicherweise gemeinschaftlich abzuwenden.

Amen!

senf dazu



ematejoca, 2020.08.16, 03:57
Schreib etwas über Charles Bukowski zum 100. Geburtstag

Ei verbibbschd, den hab ich ja total verschwitzt... : (
senf dazu
 
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Zur Petition Für eine Weiterentwicklung der Demokratie
Das Prinzip Permanentes Plebiszit

We were all just hanging around waiting to die and meanwhile doing little things to fill the space.
Charles Bukowski



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