Ente am Ende
Montag, 14. August 2017
Jetzt hat der Wahlkrampf richtig begonnen: Materialschlachten
Montag, 14. August 2017, 13:15

"Wahlwerbung" - kostet ein Vermögen*, verschandelt die Gegend, verursacht riesige Abfallberge und beleidigt meist in ihrer Beliebigkeit unseren Intellekt (so vorhanden).

Finanziert wird dieses von Marketingexperten erstellte Informationsangebot diese dämliche Scheiße auch noch großenteils aus Steuergeldern ("Wahlkampfkostenerstattung") - wäre es da nicht möglich und wünschenswert, ein allgemeines Wahlwerbeverbot** zu erlassen und die Parteien darauf zu beschränken, den Leuten, die sich (hoffentlich) dafür interessieren, Informationen zu den jeweilgen Programmen anzubieten (also auf Anfrage), anstatt uns ungebeten und ungestraft damit zuzumüllen?

Aber es ist eben so wie bei jeder Reklame, pardon: "Werbung"*** - es geht nicht um Information, sondern darum, die Dummen mit wohlfeilen Lügen zu ködern (wobei diejenigen "Anbieter", die schon einen großen Marktanteil haben und dementsprechend mehr investieren können, immer einen Wettberwerbsvorteil haben und diesen entsprechend ausbauen).

Die Zeche zahlen in diesem Falle allerdings wir alle.

* Bezeichnenderweise konnte ich die Gesamthöhe der so verbratenen Kohle nicht recherchieren, aber sie dürfte Hunderte Millionen, wenn nicht gar Milliarden betragen.
** Schön wäre es freilich auch, wenn bestimmte Parteien einen freiwilligen Wahlwerbeverzicht leisten würden.
*** Ich bevorzuge den Ausdruck "Konsumpropaganda".

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Donnerstag, 27. Juli 2017
Gute Nacht, Abendland!
Donnerstag, 27. Juli 2017, 13:04

Die "Identitäre Bewegung" chartert ein Boot, um auf eigene Faust Flüchtlinge auf dem Mittelmeer an der Einreise nach Europa zu hindern ("#DefendEurope"), wird dann aber in Zypern festgesetzt, wo Teile der tamilischen(!) Crew Asyl(!!) beantragen und der Kapitän wegen Schlepperverdacht(!!!) festgenommen wird...
So sind die selbsternannten Verteidiger des Abendlandes zumindest für diesmal gründlich Baden gegangen.

Was es mit diesem von einigen Unbelehrten oder auch Unbelehrbaren hochgeschätzten Abendland so auf sich hat, illustriert z.B. ein Artikel, der heute anlässlich des 475. Jahrestages auf der Wikipedia-Startseite präsentiert wird, nämlich über das erste allge­meine deutsche Straf­gesetz­buch (gültig bis 1871), wo es so unschön heißt:

Art. 192 listet die Todesstrafe nach Hinrichtungsarten auf

Verbrennen
Enthaupten
Vierteilen
Rädern
Hängen
Ertränken
Pfählen
lebendig Begraben

Verschärfend kann angeordnet werden, dass der Straftäter zusätzlich zur Hinrichtungsstätte geschleift (Art. 193) oder zuvor mit glühenden Zangen gerissen wird (Art. 194).
[...] An Leibesstrafen nennt die Carolina in Art. 198 das Abschneiden von Zunge, Fingern, Ohren oder Nase.

Sind das vielleicht die Traditionen, die sich diese Braunauer zurückwünschen? Nun, zumindest das Ertränken im Mittelmeer erscheint ihnen ja wohl für Nicht-Europäer annehmbarer als die Gewährung von Asyl. Und so gesehen ist die Posse um ihre selbstorganisierte und (hoffentlich nicht nur vorerst) kläglichst gescheiterte Küstenwachen-Bürgerwehr zwar vordergründig saukomisch, hat aber natürlich einen zutiefst traurigen Hintergrund...


Stich von Jan Luyken (1649-1712)

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Dienstag, 18. Juli 2017
Nachtrag zum kläglichen Bosbach-Abtritt
Dienstag, 18. Juli 2017, 11:40

Mein Bild zum Mem zur Memme (#BosbachLeavingThings):



Nach einem langen Abend in der Honka-Stube...

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Mittwoch, 12. Juli 2017
Skit händer
Mittwoch, 12. Juli 2017, 15:39

Wie der schwedische Streber Kalle Anka (alias Donald Fuck Duck) seiner Prinzessin zum 40. aus der Torte und in den Allerwertesten kriecht...



... und was sein versoffener Vetter Arne Anka dazu sagt:



(Zu gut Deutsch: "Ich will ficken!")

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... und nichts knallt so wie Jim Beam®
Mittwoch, 12. Juli 2017, 13:54


Antikapitalistischer Protest 2.017:

Top:      Calvin Klein®
Jacke:   Adidas®
Drink:   Jim Beam®

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Montag, 10. Juli 2017
Eine Scheiße das alles
Montag, 10. Juli 2017, 12:13

Das Scheißhauspapier für's Smartphone gibt es schon...



... aber wo bleibt die App zum Arschabwischen?!?

Wer hier ein Fazit zum G20-Gipfel erwartet hat, sei auf Stefan Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück in der Titanic verwiesen, der (wie so oft) derart bündig bilanziert, dass ich es keinesfalls besser könnte - Auszug:
Durch Gewalt, die keine revolutionäre ist, ändert sich am Gewaltverhältnis aber erst recht nichts (im Gegenteil, es verhärtet sich noch), und wer die Puppen trotzdem tanzen läßt, setzt Wasserwerfer und Schlagstock noch da ins populäre Recht, wo sie in friedliche Demos fahren. Jetzt jammern alle, die Politik habe versagt, denn so etwas wie G20 hätte nie in einer Großstadt stattfinden dürfen. Stellen wir’s auf die Füße, ergibt sich, daß es die beste Idee aller Zeiten war, den Gipfel in Hamburg stattfinden zu lassen, denn bessere Bilder als solche, die Linke als flaschenwerfenden, brandschatzenden Mob zeigen, können herrschende Verhältnisse sich nicht wünschen.

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Mittwoch, 28. Juni 2017
♫ ♪ Ach, wär ich doch ein Bulle aus Berlin... ♪ ♫
Mittwoch, 28. Juni 2017, 14:10

Öffentlicher Geschlechtsverkehr, Partylärm, Sachbeschädigungen, Wasserpfeifen, wildes Urinieren - was viele eher dem harten Kern der G20-Gegner zutrauen würden, haben jetzt drei Hundertschaften aus der Hauptstadt den Hamburgern vorgemacht (und wurden prompt von ihren Kollegen Kameradenschweinen aus NRW verpetzt).

"Man kann nicht wie irre feiern und in der Öffentlichkeit bumsen", kommentiert dies jetzt der Sprecher der Berliner Bullerei; ich allerdings finde: besser als Leute schikanieren, mit Pfefferspray traktieren und niederknüppeln ist das allemal!

Lieber so...


... als so!

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Montag, 26. Juni 2017
Wie Kacke war das denn?
Montag, 26. Juni 2017, 13:52

Zum gestrigen Parteitag der ewiggestrigen SPD:

(1.) Werden Schulz und seine Partei es irgendwann begreifen, dass die Antwort auf den grassierenden Nationalismus nicht Eurozentrismus sein kann, sondern eine weltweite (globale) Perspektive? Muss es denn wirklich erst eine Attacke von Außerirdischen geben, damit diese Schnarchnasen endlich erkennen, dass die gesamte Menschheit (und eben nicht nur "Europa") sich solidarisieren und zusammenhalten muss?

(2.) Das ständige Schimpfen auf die unsoziale Regierungspolitik der CDU ist insofern völlig lächerlich, als die SPD Teil dieser Regierung ist und die gesamte Legislaturperiode seit 2013 hindurch (und auch jetzt noch) die Möglichkeit gehabt hätte, mit Grünen und Linken die jetzt ständig angemahnte Forderung nach "Mehr Gerechtigkeit" sogar mit eigenem Kanzler durchzusetzen, anstatt lieber Juniorpartner in dieser unseligen (und gar nicht mehr allzu) "Großen Koalition" zu spielen; und nichts weist darauf hin (vielmehr sprechen Einige dagegen), dass die Spezialdemokraten beim nächsten Mal in ähnlicher Konstellation anders entscheiden würden.

(3.) Altkanzler, Agenda-Verbrecher und Wirtschaftslobbyist Gerhard Schröder ("der Genosse der Bosse") hat die Eröffnungsrede gehalten, an deren Ende er (übrigens in anbiederndster Weise; s.u. Min. 20:48) ganz deutlich "Wenkeremos" [venkeˈreːmɔs] und eben nicht "Venceremos" [benθeˈreːmɔs] gesagt hat; und wer so offensichtlich nicht einmal Grundkenntnisse des Spanischen (immerhin eine der drei verbreitetsten Sprachen der Welt) besitzt, sollte sich einen solchen Spruch entweder ganz sparen oder zumindest vorher mal jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Dies ist zumindest meine unmaßgebliche Meinung.

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Dienstag, 20. Juni 2017
Kriegsgrund Warmbier?
Dienstag, 20. Juni 2017, 22:07

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Dienstag, 13. Juni 2017
"Finis Germania" = "Ende Deutschland" ?!?
Dienstag, 13. Juni 2017, 13:28

Im Moment rumort es einigermaßen bei Twitter und auch in Teilen des Doitschen (Blätter-)Waldes, weil der auf seine alten Tage sehr rechtsradikal gewordene Historiker Rolf Peter Sieferle, welcher im vergangenen September aus mutmaßlich guten Gründen seiner irdischen Existenz ein Ende bereitet hatte und nun eher nicht in Walhall weilt, ein Buch namens "Finis Germania" nachgelassen hat, welches der einschlägig berüchtigte Götz Kubitschek in seinem Antaios-Verlag veröffentlichte und das aus unerfindlichen Gründen durch den Coup eines Spiegel-Journalisten auf der Bestenliste "Sachbücher des Monats" (Top10) von NDR und Süddeutscher Zeitung landete, was den meisten Beteiligten jetzt zu Recht einigermaßen peinlich (bzw. eben zu rechts) ist.

Spaßig finde ich an der ganzen Angelegenheit allerdings das (bislang noch gar nicht besonders herausgestellte) Phänomen, dass dieser seltsame Geschichtswissenschaftler (oder ist es sein Verleger und Nachlassverwalter?) offenbar nicht nur kein Latein konnte, sondern auch noch seinen Hitler schlecht kannte - denn der sprach (zumindest sprachlich korrekt mit Genitiv-Endung) vom "Finis Germaniae" (= "Ende Deutschlands")...

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Donnerstag, 8. Juni 2017
Die Geburt der Kommune
aus dem Geiste des Egoismus
Donnerstag, 8. Juni 2017, 16:41

Gerade weil wir Menschen (wie alle Lebewesen überhaupt) jeder für sich von Natur aus egoistisch sind und sein müssen, ermöglicht uns die Vernunft die Einsicht in die Notwendigkeit eines (für alle langfristig besseren) Miteinanders anstelle des jetzigen (kurzfristig für einige erfolgreichen, auf lange Sicht für alle ruinösen und tödlichen) Gegeneinanders – und die Erfordernis, die Folgen der viele Generationen währenden Konkurrenz, nämlich die extreme ökonomische Ungleichheit und Ungerechtigkeit, wohlverstanden im ureigensten Interesse jedes Einzelnen, sei er auch oberflächlich besehen einer der wenigen Nutznießer dieses Status quo, so schnell und gründlich wie möglich zu überwinden und auszugleichen.

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Mittwoch, 7. Juni 2017
Schreckensmeldung
Mittwoch, 7. Juni 2017, 12:20

Was müssen meine (vom Heuschnupfen) entzündeten Augen da Böses lesen: Die Fussi-WM 2022 in Katar ist in Gefahr?!?

So ein Unglück
– dabei hatte ich mich schon so darauf gefreut, zu sehen, wie angetrunkene Fans aus aller Welt vor Ort öffentlich ausgepeitscht und dazu auf den hiesigen Weihnachtsmärkten bei Glühwein und Maronen heiße Public-Viewing-Events zelebriert würden...

Außerdem wäre es doch wirklich ein Jammer, wenn die vielen zu diesem schönen Anlass neu errichteten Stadien ungenutzt blieben und die bei ihrem Bau eingesetzten Zwangsarbeiter umsonst gestorben wären.

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Freitag, 2. Juni 2017
Solidarität vs. Staatsmacht
Freitag, 2. Juni 2017, 10:33

Heute ist es 50 Jahre her, dass die Polizei in West-Berlin eine Demo gegen den Folter-Schah von Persien mittels brutalster "Leberwursttaktik" auflöste, dabei den Romanistik- und Germanistik-Studenten Benno Ohnesorg gezielt und ohne Anlass erschoss und diesen Mord anschließend gut kameradschaftlich vertuschte.



Gerade zwei Tage ist es erst her, dass die Polizei in Nürnberg Jugendliche, die sich der Abschiebung eines Mitschülers in das (wohl doch nicht ganz so) "sichere Herkunftsland" Afghanistan entgegenstellten, mit massiver Gewalt, Pfefferspray und Schlagstöcken traktierte und dies hinterher als gerechtfertigt darstellte.



Manches ändert sich offenbar (wenn überhaupt) nur sehr langsam...

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Sonntag, 28. Mai 2017
Schlichtes Gedicht
Sonntag, 28. Mai 2017, 14:52


Am Morgen spricht der Urlurch:
"Es ist ja schon zehn Uhr durch!"




Ihm antwortet der Schwanzlurch:
"Und du bist wirklich ganz durch!"

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Freitag, 19. Mai 2017
Offener Leserbrief an Florian Illies:
Die „größten Helden aus der Zeit des Nationalsozialismus“…?
Freitag, 19. Mai 2017, 12:15

In Ihrem aktuellen Leitartikel in der Zeit (Masken des Lebens, Nr. 21 vom 18. Mai 2017, S. 1) schreiben Sie: „Die Fotografie von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform darf nicht einfach abgehängt werden“ und meinen gar: „In der aufgeregten Diskussion um die Traditionen der Bundeswehr wäre es das Klügste gewesen, das Foto des ehemaligen Wehrmachtsoldaten und späteren Verteidigungsministers nicht abzuhängen, sondern in jeder deutschen Kaserne aufzuhängen“...

Nun kann man Helmut Schmidt ja vielleicht das Eine oder Andere zugute halten (ich ihm z.B. seine unermüdliche Raucherei); die Beteiligung am Überfall auf die Sowjetunion als Offizier einer Panzer-Division gehört aber sicherlich nicht zu seinen Ruhmestaten, und auch wenn dies natürlich nicht totgeschwiegen werden sollte, begreife ich nicht, wie Sie zu dem Schluss kommen, eine solche Abbildung mit Hakenkreuzabzeichen sei geeignet als obligater Schmuck von Bundeswehrkasernen.

Ihr Artikel gipfelt in dem Satz: „Der größten Helden aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Widerstandskämpfer vom 20. Juli, gedenken wir in Bildern, die sie in Wehrmachtkleidung zeigen.“
Nun waren diese edlen Herren, unter ihnen radikale Antisemiten und Kriegsverbrecher, mit Hitlers Politik und dem Vernichtungskrieg eine ganze Weile sehr einverstanden gewesen und hatten erst nach der Pleite in Stalingrad kalte Füße bekommen, als sie befürchten mussten, dass es ihnen selber an den Kragen und die Pfründe gehen könnte; und dann waren sie auch noch zu eitel und zu feige, ihrem Führer persönlich eine Kugel zwischen die Augen zu knallen (schließlich wollten sie sich nicht wirklich opfern, sondern lieber nach dem Putsch noch groß Karriere machen), und dann sogar zu blöd, ihn mit ihrem Bömbchen auch wirklich zu erwischen.

Wer solche Typen (und nicht etwa die Widerstandskämpfer in den überfallenen und besetzten Gebieten und auch in Deutschland – z.B. die hingerichteten Mitglieder der „Weißen Rose“) als die „größten Helden aus der Zeit des Nationalsozialismus“ betrachtet, ist wohl selbst von diesem „falsch verstandenen Korpsgeist“ geprägt (haben Sie eigentlich „gedient“?), den die jetzige Kriegsministerin nach etlichen Jahren im Amt plötzlich abmahnt und ausmerzen zu wollen vorgibt – voraussichtlich ohne großen Erfolg, denn Militär und faschistische Gesinnung sind nun einmal kaum zu trennen.

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